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Den Terroristen nicht in die Karten spielen

In Frankreich wird es während der Fußballweltmeisterschaft erstmals wegen Terrorgefahr kein Public Viewing auf öffentlichen Plätzen geben. Eine Entscheidung, die das Innenministerium im fußballbegeisterten Frankreich nicht leichtfertig getroffen haben wird. Christian Schwerdtfeger

Den dortigen Sicherheitsbehörden dürften sehr konkrete Erkenntnisse vorliegen, die diesen Schritt notwendig gemacht haben.

Ähnliche Erkenntnisse, die meistens von amerikanischen Geheimdiensten kommen, liegen offenbar in Deutschland noch nicht vor. Andernfalls würde wohl auch hier schon über ein Verbot diskutiert werden. Aber wie im Nachbarland besteht hierzulande jederzeit die Gefahr vor Terroranschlägen. Und die deutschen Sicherheitsbehörden wissen natürlich auch, dass Plätze, auf denen Tausende gemeinsam Fußball gucken, ein attraktives Ziel für Terroristen sind.

Zwar wird es auf solchen Großveranstaltungen nie eine 100-prozentige Sicherheit vor Anschlägen geben. Die Freude am Public Viewing sollte man sich deshalb aber nicht nehmen lassen. Genau das ist es, was die Terroristen wollen. Und genau darum sollte man es nicht zulassen.