Parteien: Der Ton in der SPD wird rauer

Parteien : Der Ton in der SPD wird rauer

Groko-Befürworter und -Gegner streiten sich. Und die Genossen in Malu Dreyers Heimatstadt Trier sind mehrheitlich anderer Meinung als die Partei-Vize.

() Vor dem richtungsweisenden SPD-Parteitag am Sonntag in Bonn hat sich der innerparteiliche Streit über die mögliche Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union zugespitzt. Fraktionschefin Andrea Nahles warf den Groko-Gegnern vor, es mit den Fakten nicht so genau zu nehmen. „Was der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert in Sachsen-Anhalt zum Thema Rente gesagt hat, ist schlichtweg falsch“, sagte Nahles. Kühnert wies die Vorwürfe  zurück und bekräftigte die Ablehnung der Jusos zu einer Neuauflage der großen Koalition.

Die Jusos stellen in Bonn etwa 90 von insgesamt 600 Delegierten.   Die rheinland-pfälzische SPD fährt mit 49 Delegierten zum Parteitag. Beim SPD-Landesparteirat in Mainz wollte Parteichef Martin Schulz am Mittwochabend die Kritiker davon überzeugen, dass sich Koalitionsverhandlungen für die SPD lohnen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte: „Nach wie vor ist die Skepsis groß, aber trotzdem muss man sagen, es sind auch ganz viele dabei, die die Meinung vertreten, dass es richtig ist, in Verhandlungen einzutreten.“

Unter den Genossen in Malu Dreyers Heimatstadt scheint es allerdings mehr Gegner einer Groko-Neuauflage zu geben. Bei einem vom Trierer SPD-Landtagsabgeordneten Sven Teuber organisierten Stammtisch sprach sich am Mittwochabend ein Großteil der über 70 Teilnehmer gegen eine Fortsetzung des Bündnisses mit der Union aus.

Mehr von Volksfreund