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Bagdad
Historisch niedrige Beteiligung bei Wahl im Irak

Bagdad. Nach der irakischen Parlamentswahl hat hinter den Kulissen das Ringen um die künftige Regierung begonnen. Erste inoffizielle Ergebnisse sahen gestern die Liste des schiitischen Regierungschefs Haidar al Abadi vorn. Allerdings wird die geringe Wahlbeteiligung eine Bürde für die nächste Regierung sein. Bei der ersten Wahl nach dem Sieg gegen die IS-Terrormiliz fiel sie am Samstag nach Angaben der Wahlkommission auf 44,5 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit der ersten freien Wahl nach dem Sturz von Langzeitherrscher Saddam Hussein 2003.

Nach der irakischen Parlamentswahl hat hinter den Kulissen das Ringen um die künftige Regierung begonnen. Erste inoffizielle Ergebnisse sahen gestern die Liste des schiitischen Regierungschefs Haidar al Abadi vorn. Allerdings wird die geringe Wahlbeteiligung eine Bürde für die nächste Regierung sein. Bei der ersten Wahl nach dem Sieg gegen die IS-Terrormiliz fiel sie am Samstag nach Angaben der Wahlkommission auf 44,5 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit der ersten freien Wahl nach dem Sturz von Langzeitherrscher Saddam Hussein 2003.

Beobachter machen eine große Politikverdrossenheit bei den Irakern aus, nicht zuletzt als Folge der ausufernden Korruption. Der säkulare schiitische Politiker Ijad Allawi forderte bereits eine Neuwahl. Die neue Regierung werde schwach sein und nicht das Vertrauen genießen, das für eine erfolgreiche Arbeit nötig sei, erklärte er.

(dpa)