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Düsseldorf
Plan für Anschlag in Düsseldorf war wohl erfunden

Düsseldorf. Den angeblichen IS-Anschlagsplan zu einem Blutbad in der Düsseldorfer Altstadt hat es nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft nicht gegeben. Der "Anschlag ungeheuren Ausmaßes" sei eine erfundene Geschichte des einzig verbliebenen Angeklagten gewesen, sagten die Vertreter der Bundesanwaltschaft gestern im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts.

Mit Informationen über das angeblich geplante Massaker habe der Syrer sich für seine Informationen eine Belohnung, Aufenthaltsrecht und den Nachzug seiner Familie erhofft.

Dennoch forderten die Vertreter der Bundesanwaltschaft achteinhalb Jahre Haft für den Angeklagten. Er habe als IS-Terrorist im Bürgerkrieg in Syrien gekämpft, Kriegswaffen benutzt und einen Scharfschützen der syrischen Armee erschossen, begründeten sie ihren Antrag.

(dpa)