| 13:11 Uhr

Machtkampf in der CDU
Schäuble hält Rennen um Kanzlerkandidatur für offen - trotz AKK

 Wolfgang Schäuble (Archiv).
Wolfgang Schäuble (Archiv). FOTO: dpa / Kay Nietfeld
Wird Annegret Kramp-Karrenbauer als neue CDU-Chefin automatisch auch Kanzlerkandidatin? Durchaus nicht, sagt Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble: Er hält das Rennen um die Kanzlerkandidatur innerhalb der Union für offen.

Auf die Frage, ob die neue Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer das erste Zugriffsrecht auf eine Kanzlerkandidatur habe, antwortete der CDU-Politiker im Magazin "stern" laut Vorabbericht vom Dienstag: "Zugriffsrecht? Ich mag diese gestanzten Formulierungen nicht. Man wird sich zum gegebenen Zeitpunkt verständigen."

Schäuble deutete an, dass der beim Kampf um den CDU-Vorsitz unterlegene Friedrich Merz auch in der Kandidatenfrage eine Rolle spielen könne. "Ich habe nie Zweifel daran gehabt, dass Friedrich Merz bereit ist, sich in der CDU für diese Demokratie zu engagieren. Und die habe ich auch in Zukunft nicht."

Schäuble sprach sich gegen ein vorzeitiges Ende der großen Koalition und vorgezogene Neuwahlen aus. Diese große Koalition müsse nun drei Jahre regieren. "Wir sollten nicht dauernd neue Spekulationen anstellen, wann sie endet."

Schäuble rief die CDU auf, sich auf Sachfragen zu konzentrieren. "Wir sind nicht gewählt, um Personaldebatten zu führen. Das ist nur Selbstbefriedigung."

(rls/Reuters)