| 17:16 Uhr

Erste Gespräche auf Generalsebene seit 2007
Süd- und Nordkorea beschließen Wiederaufnahme von Grenzkommunikation

Nord- und Südkorea haben sich im Rahmen hochrangiger Militärgespräche auf eine Wiederaufnahme ihrer Kommunikationsverbindungen über die Grenze hinweg geeinigt.

Darauf hatte vor allem Südkorea gedrungen. Der Schritt diene dazu, mögliche Krisen zu entschärfen, hieß es. Erörtert wurde nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums auch eine vorübergehende Entwaffnung eines Gebiets im gemeinsam kontrollierten Dorf Panmunjom an der Demarkationslinie.

Ob Nordkorea bei den Verhandlungen am Donnerstag die Manöver Südkoreas mit den USA zur Sprache brachte, war zunächst nicht bekannt. US-Präsident Donald Trump hatte nach seinem historischen Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un gesagt, die Vereinigten Staaten und Südkorea sollten ihre „Kriegsspiele“ stoppen.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul zielten die Militärgespräche mit dem Norden darauf ab, Vereinbarungen von Kim und Südkoreas Präsident Moon Jae In in die Tat umzusetzen. Die beiden hatten konkrete Schritte versprochen, Spannungen zu reduzieren und die Gefahr eines Krieges einzudämmen.

Es waren die ersten Gespräche zwischen beiden Seiten auf Generalsebene seit 2007. „Wir werden unser Bestes geben, um eine neue Ära des Friedens auf die Koreanische Halbinsel zu bringen“, sagte der südkoreanische General Kim Do Gyun vor Beginn der Verhandlungen. Die Nachbarländer befinden sich offiziell noch im Kriegszustand, da der Koreakrieg von 1950 bis 1953 mit einem Waffenstillstandsvertrag endete, nicht mit einem Friedensvertrag.

(eler)