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Bei Angriff auf Kurden
Trump und Erdogan telefonieren nach Twitter-Drohung

 US-Präsident Donald Trump (l.) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv
US-Präsident Donald Trump (l.) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv FOTO: Bernd von Jutrczenka
Washington. Nach seiner Drohung an die Adresse der Türkei zum Umgang mit den Kurden in Syrien hat US-Präsident Donald Trump mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan telefoniert. dpa

In dem Gespräch am Montag betonte Trump nach Angaben des Weißen Hauses, den USA sei es wichtig, dass „die Türkei die Kurden und andere Syrische Demokratische Kräfte“ (SDF) nicht „schlecht behandelt“. In der Mitteilung von Erdogans Büro zu dem Telefonat war davon nicht die Rede. Am Sonntagabend hatte Trump der Türkei im Falle eines Angriffs auf Kurden in Syrien mit „wirtschaftlicher Zerstörung“ gedroht.

Trump hatte vor Weihnachten angekündigt, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen. Am Montag verwies er darauf, dass die Kurden und die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) zum „Sieg“ über die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien beigetragen hätten, wie das Weiße Haus mitteilte. Die mit den USA verbündeten und von der Kurdenmiliz YPG geführten SDF waren maßgeblich an der Bekämpfung des IS im Osten Syriens beteiligt. Die Regierung in Ankara sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

In der Mitteilung aus Ankara hieß es, die Türkei werde die YPG, die PKK und den IS weiterhin bekämpfen, weil sie eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellten. Erdogan habe Trump gesagt, dass er die Entscheidung der USA, aus Syrien abzuziehen, mit „Zufriedenheit“ aufgenommen habe. Die Türkei sei bereit, den Nato-Partner USA dabei zu unterstützen. Die beiden hätten sich zudem über eine vom „Terror bereinigte“ Sicherheitszone ausgetauscht. Trump hatte am Sonntagabend ebenfalls eine „Sicherheitszone“ mit einer Breite von 20 Meilen (32 Kilometer) erwähnt - ohne auszuführen, was er damit genau meinte.

 Ein Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin in Syrien. Foto: XinHua
Ein Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin in Syrien. Foto: XinHua FOTO: -
 Soldaten der Freien Syrischen Armee, die von der Türkei unterstützt wird, sammeln sich in der Nähe der nordsyrischen Stadt Manbidsch mit ihren Fahrzeugen. Foto: DHA
Soldaten der Freien Syrischen Armee, die von der Türkei unterstützt wird, sammeln sich in der Nähe der nordsyrischen Stadt Manbidsch mit ihren Fahrzeugen. Foto: DHA FOTO: Uncredited
 Die USA hatten vor ihrem angekündigten Truppenabzug aus Syrien von der Türkei Garantien für die in Syrien kämpfenden Kurden gefordert. Foto: Susannah George/AP
Die USA hatten vor ihrem angekündigten Truppenabzug aus Syrien von der Türkei Garantien für die in Syrien kämpfenden Kurden gefordert. Foto: Susannah George/AP FOTO: Susannah George
 US-Truppen mit gepanzerten Fahrzeugen gehen in den Außenbezirken der Stadt Manbidsch in Stellung. Foto: Arab 24 network/AP
US-Truppen mit gepanzerten Fahrzeugen gehen in den Außenbezirken der Stadt Manbidsch in Stellung. Foto: Arab 24 network/AP FOTO: ---
 Fahrzeuge der US-Armee in der Nähe von Manbidsch: Nach der Ankündigung des US-Truppenabzugs aus Syrien warnten die Kurden vor einem Wiedererstarken der IS-Terrormiliz. Foto: Hussein Malla/AP
Fahrzeuge der US-Armee in der Nähe von Manbidsch: Nach der Ankündigung des US-Truppenabzugs aus Syrien warnten die Kurden vor einem Wiedererstarken der IS-Terrormiliz. Foto: Hussein Malla/AP FOTO: Hussein Malla
 US-Marinesoldat im Syrien-Einsatz: Mit seiner Entscheidung für einen Truppenabzug war US-Präsident Trump auf Kritik und Unverständnis in der eigenen Partei gestoßen. Foto: Steve McLeod/US Marine Corps
US-Marinesoldat im Syrien-Einsatz: Mit seiner Entscheidung für einen Truppenabzug war US-Präsident Trump auf Kritik und Unverständnis in der eigenen Partei gestoßen. Foto: Steve McLeod/US Marine Corps FOTO: Steve McLeod
 Syrische Soldaten in Ost-Ghuta: Die Entwicklung zeigt, wie sich nach dem angekündigten Truppenabzug der USA die Allianzen in Syrien neu sortieren. Foto: Ammar Safarjalani/Xinhua
Syrische Soldaten in Ost-Ghuta: Die Entwicklung zeigt, wie sich nach dem angekündigten Truppenabzug der USA die Allianzen in Syrien neu sortieren. Foto: Ammar Safarjalani/Xinhua FOTO: Ammar Safarjalani
 US-Soldaten schauen von ihrer Basis in Syrien zur türkischen Grenze hinüber. Foto: Susannah George/AP
US-Soldaten schauen von ihrer Basis in Syrien zur türkischen Grenze hinüber. Foto: Susannah George/AP FOTO: Susannah George