Politik: Region im Radsport-Fieber – kommt die Tour de France?

Politik : Region im Radsport-Fieber – kommt die Tour de France?

Etwa 60 000 Zuschauer haben die Fahrer bei der Deutschland-Tour in Trier und Umgebung bejubelt. Jetzt will die Stadt mehr.

Großer Sport, große Begeisterung: Der Slowene Matej Mohoric hat am Sonntag in Stuttgart die nach zehn Jahren erstmals wieder ausgetragene Deutschland-Tour der Radprofis für sich entschieden. Den Tagessieg holte  der Deutsche Nils Politt; er wurde Zweiter in der Gesamtwertung vor Maximilian Schachmann.

Das Rennen über vier Etappen, zwei davon in der Region Trier,  kam beim Publikum gut an. Allein in Trier und Umgebung waren etwa 60 000 Zuschauer an der Strecke, um das hochkarätige Fahrerfeld – allen voran Tour-de-France-Gewinner Geraint Thomas aus Wales – anzufeuern. Am Freitag waren die Fahrer von Bonn durch die Eifel und entlang der Mosel ins Etappenziel Trier gebraust, am Samstag ging es weiter nach Merzig. Die Stadt Trier will sich in den kommenden Jahren ein weiteres Mal als Etappenort für die Tour de France bewerben. Im vergangenen Jahr war ein solcher Versuch gescheitert. „Wir können es nicht über Geld machen“, sagt Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) und spielt damit auf die 17 Millionen Euro an, die Düsseldorf laut Medienberichten für die Tour zahlen musste. „Wir setzen stattdessen auf starke Partner in der Großregion, vor allem auf Luxemburg und Metz.“

Sowohl die Stadt Trier als auch die Tour-Veranstalter – die Amaury Sports Organisation (ASO) und deren Tochter, die Gesellschaft zur Förderung des Radsports – werten das Rennen als großen Erfolg. „Wir können eine absolut positive Bilanz ziehen. Das Zuschauerinteresse war da – das war für uns das Ungewisse“, erklärte Deutschland-Tour-Chef Claude Rach. Auf eine Ausdehnung der Renntage wollte sich der Luxemburger nicht festlegen. „Wir schauen auf die Qualität und nicht die Quantität.“ Die Strecke 2019 soll im nächsten Frühjahr  feststehen.

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