Steuer-Razzia: Konzer Betroffene kritisieren Fahnder

Steuern : Steuer-Razzia: Konzer Betroffene kritisieren Fahnder

Nach den bundesweiten Durchsuchungen wegen der Panama-Papers haben Betroffene aus der Region Trier das Vorgehen der Fahnder scharf kritisiert.

„Wir haben unser ganzes Leben treu und brav unsere Steuern bezahlt und werden plötzlich behandelt wie Terroristen“, sagte ein Geschwisterpaar aus Konz-Oberemmel (Kreis Trier-Saarburg) im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die beiden 81 und 71 Jahre alten Frauen bekamen am Mittwochmorgen unangemeldeten Besuch von sieben Ermittlern. Was sie dabei erlebten, wie sich sich fühlten und wie sie offenbar in Verdacht gerieten, erzählten sie in einem exklusiven Gespräch mit unserer Zeitung.

Bundesweit waren am Mittwoch zwei Dutzend Bankfilialen und Privatwohnungen durchsucht worden.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft filzten Strafermittler und Steuerfahnder private Wohnräume der acht Beschuldigten in Bad Tölz, Erkrath, Hamburg, Konz, Simmerath und auf Sylt. Durchsucht wurden auch Geschäftsräume von sechs Vermögensverwaltungsgesellschaften in Hamburg. „Von der Durchsuchung der Geschäftsräume von 14 Banken und Sparkassen in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Erding, Frankfurt am Main, Köln und Trier, sowie von vier Steuerberatern in Aachen, Hamburg, Hürth und München konnte abgesehen werden, nachdem diese die geforderten Beweismittel freiwillig herausgegeben haben“, teilte die Staatsanwaltschaft am Abend nach Abschluss der Aktion mit.

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