Verhandlungen zur Rettung des Sozialpädiatrischen Zentrums Trier laufen

Gesundheit : Die Zukunft ist weiter ungewiss

Verhandlungen zur Rettung des Sozialpädiatrischen Zentrums in Trier laufen noch.

Noch immer ist unklar, wie es mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) Trier weitergeht. Im April wurde bekannt, dass die seit 1981 bestehende Einrichtung, die rund 3800 Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen und Behinderungen in der gesamten Region betreut, in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Hintergrund sind Forderungen von Krankenkassen in Höhe von 800 000 Euro. Sie werfen der Einrichtung vor, Leistungen falsch abgerechnet zu haben (der TV berichtete mehrfach).

Zum 1. Juli haben die Träger des SPZ, der Caritasverband für die Region Trier und die Lebenshilfen in Trier, Trier-Saarburg, Daun, Bitburg und Prüm, Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung beim Amtsgericht Trier gestellt. Damit kann der Betrieb weitergeführt werden. Auch alle bislang betreuten Kinder und jungen Erwachsenen würden weiterhin betreut, sagte eine Sprecherin auf Anfrage unserer Zeitung. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei auch gesichert, dass die Löhne und Gehälter der rund 140 Mitarbeiter der Einrichtung, die neben Trier noch Außenstellen in Bitburg, Daun, Hermeskeil, Prüm und Wittlich hat, gesichert seien.

Die Zukunft des Zentrums hänge im Wesentlichen davon ab, wie sich die Verhandlungen mit den Krankenkassen und den Kommunen, die in einigen Fällen einen Teil der Behandlungskosten tragen, verliefen, sagte die Sprecherin. Nach Bekanntwerden der finanziellen Schieflage hatte sich das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium eingeschaltet und sich als Moderator bei den Gesprächen mit den Krankenkassen angeboten. Diese Gespräche verliefen „konstruktiv“, hieß es nun. Allerdings dauerten sie aufgrund „der Komplexität der zu besprechenden Sachverhalte“ vermutlich bis Frühjahr kommenden Jahres, so die Sprecherin.

Erst dann dürfte endgültig feststehen, ob und wie es mit dem SPZ weitergeht. Ziel aller Beteiligten sei es, das Zentrum fortzuführen und die Behandlung der Kinder zu sichern.

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