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Von Autobahnbrücke abgeseilt
Atomkraftgegner blockieren Mosel-Bahnstrecke - Zug gestoppt

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Winningen. Atomgegner haben am Samstag in den frühen Morgenstunden die Bahnstrecke zwischen Koblenz und Trier blockiert. Von Bernd Wientjes

Zwei Aktivisten seilten sich von der rund 140 Meter hohen Moseltalbrücke bei Koblenz ab und blockierten so die darunter liegende Zugstrecke.

Sie wollten damit einen sogenannten Uranzug stoppen. Der Güterzug, der mehrere Waggons mit gefährlichen Uranhexafluorid mit sich führt, ist seit Freitag von Hamburg ins französische Narbonne unterwegs.

Laut Bundespolizei wurde durch die Aktion ein Güterzug blockiert, bei dem habe es sich aber nicht um den Uranzug gehandelt. Dieser habe sich zu der Zeit noch im Güterbahnhof Koblenz befunden. An der Protestaktion beteiligten sich laut Bundespolizei neun Personen. Sieben hätten sich auf den Gleisen aufgehalten, zwei Personen hätten sich von der über der Bahnstrecke befindlichen Autobahnbrücke der A61 abgeseilt und in 20 Meter Höhe ein Protestbanner entfaltet. Die Bahnstrecke sei vier Stunden bis 9.34 Uhr gesperrt gewesen.

„Natürlich hat der Stopp eines Atomtransportes zwangsläufig auch Auswirkungen auf andere Züge auf der blockierten Strecke. Dennoch haben wir heute einen Urantransport für mehrere Stunden blockiert“, teilten die Aktivisten mit.

Es wird damit gerechnet, dass der Uranzug am Nachmittag durch die Region rollt, über Wittlich, Trier und Konz. Der betroffene Güterzug war kein Atomtransport.