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Trier
Attentäter von Amsterdam lebte auch in Piesport an der Mosel

FOTO: AP / Alex Furtula
Trier. Der nach einer Messerattacke auf zwei amerikanische Touristen in Amsterdam von Polizisten niedergeschossene Afghane hat ein Jahr lang im Moselort Piesport gewohnt. Das bestätigte ein Sprecher der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich unserer Zeitung.  Von Rolf Seydewitz

Danach war der damals 16-jährige Flüchtling im September 2015 nach Deutschland eingereist, kam hier zunächst in den Kreis Mainz-Bingen. Von November 2015 bis Ende Oktober 2016 war er dann in einer Piesporter Jugendhilfeeinrichtung untergebracht. Weil der Asylantrag des heute 19-Jährigen abgelehnt wurde, ist noch ein Verfahren vor dem Trierer Verwaltungsgericht anhängig.

Der junge Afghane hatte am Freitag im Amsterdamer Hauptbahnhof zwei US-Touristen mit einem Messer schwer verletzt. Kurz darauf wurde er von niederländischen Polizisten gestellt und durch Schüsse in die Hüfte gestoppt. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft hatte der Mann ausgesagt, er sei in die Niederlande gekommen, weil dort der Prophet Mohammed, der Koran, der Islam und Allah beleidigt würden.

Der Flüchtling war in Rheinland-Pfalz bislang strafrechtlich nicht aufgefallen. Er liegt unter Bewachung in einem Krankenhaus.