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Bedürfnisse nicht erfüllt

TRIER. (wie) Mehr Wettbewerb auf der Schiene zwischen Trier und Koblenz: Das fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Er reagiert damit auf den Protest des Trierer CDU-Bundestags-Abgeordneten Kaster gegen die EU-weite Ausschreibung für den Betrieb der Moselstrecke (der TV berichtete).

Raimund Scholzen geht mit der Bahn hart ins Gericht. Das Unternehmen erfülle auf der Moselstrecke zwischen Trier und Koblenz nicht die erforderlichen Standards. Als Beispiel nennt der Stellvertretende Vorsitzende des VCD-Kreisverbands Trier-Saarburg verstopfte und nicht benutzbare Toiletten und mangelnde Informationen der Fahrgäste etwa bei Zugausfällen oder Fahrtunterbrechungen. Die Bahn habe die Kundenbedürfnisse auf dieser Strecke nur sehr bedingt erfüllt, schreibt Scholzen in einem Brief an den Trierer CDU-Bundestags-Abgeordneten Bernhard Kaster.Bernhard Kaster: Arbeitsplätze in Gefahr

Dieser protestiert gegen die EU-weite Ausschreibung der Moselstrecke. Kaster plädiert dafür, dass weiterhin die Bahn den Zuschlag für den Nahverkehr zwischen Perl und Trier und zwischen Trier und Koblenz erhält. Sein Argument: Zahlreiche Arbeitsplätze bei der Bahn in Trier seien ansonsten in Gefahr. Der VCD weist in seinem Brief darauf hin, dass es außer der Deutschen Bahn weitere Unternehmen gebe, die "nicht den Ehrgeiz vor sich hertragen, der Welt größtes Verkehrsunternehmen" sein zu wollen. Auf der Mittelrheinstrecke von Mainz über Koblenz nach Köln hat die Deutsche Bahn bei der Ausschreibung bereits den Kürzeren gezogen. Das Kaiserslauterer Bahnunternehmen Transregio hat den Zuschlag für den Nahverkehr ab dem Jahr 2008 auf der Strecke erhalten. Transregio habe das wirtschaftlichste Angebot abgegeben, hieß es bei den zuständigen Zweckverbänden SPNV Nord und SPNV Süd.