| 21:40 Uhr

Wetter
Die Aussichten für Pfingsten: Viel Sonne und viele Staus

FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd
Trier. TV-Wetterfrosch Dominik Jung sagt für die Region Trier voraus: Es wird von Tag zu Tag wärmer. Wer mit dem Auto verreisen will, sollte deutlich mehr Zeit einplanen. Von Rolf Seydewitz

Gute Nachrichten von Volksfreund-Wetterfrosch Dominik Jung: Über die Pfingsttage wird es in der Region Trier von Tag zu Tag schöner. Den Wärmehöhepunkt des kommenden langen Wochenendes erwartet der Diplom-Meteorologe vom Onlineportal wetter.net mit 23, 24 Grad am Pfingstmontag. Nachmittags muss laut Jung an diesem Tag aber mit einzelnen Schauern und Gewittern gerechnet werden.

Der heutige Freitag hat temperaturmäßig noch Luft nach oben. Maximal 17 bis 18 Grad und einen Mix aus Sonne und Wolken sagt Dominik Jung für die Region voraus. Danach wird es dann jeden Tag ein bisschen wärmer zwischen Eifel, Mosel und Hunsrück. Und dazu gibt’s Sonne satt: täglich bis zu neun Stunden, verspricht Dominik Jung. „Es wird ein wirklich angenehmes Pfingstfest.“

Wer Lust auf einen Kurzurlaub andernorts in Deutschland hat, sollte in den Norden fahren. „Die besten Aussichten gibt es Richtung Nordseeküste“, sagt der Wetterfrosch. Schuld daran: ein Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln. Dagegen sind die Wochenendprognosen für Mallorca eher durchwachsen: wechselhaft und einzelne Schauer.

Da bleiben Reiselustige doch besser in Deutschland. Autofahrer müssen sich allerdings auf viel Verkehr einstellen. Am Wochenende sei die Staugefahr groß, sagt ein Sprecher des Automobilclubs ADAC – und zwar „auf allen Autobahnen in alle Richtungen“. Auf besonders viel Stop-and-go müssen sich die Auofahrer im Süden einstellen – wegen der zweiwöchigen Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg.

Noch etwas für Chronisten: Der Freitag vor Pfingsten war im vergangenen Jahr der staureichste Tag. Laut ADAC gab es 4428 Staus mit einer Gesamt-Staulänge von 9542 Kilometern.

Zurück zum Wetter. Der Sommer könnte in diesem Jahr „so lala“ werden, mit anderen Worten: weder zu warm noch zu kalt. Das prophezeihen laut Volksfreund-Wettermann Dominik Jung jedenfalls erste Klimatrends. Dazu könnte es etwas nasser  als im langjährigen Durchschnitt werden, etwa so wie in den beiden Sommern 2016 und 2017.

Bleibt noch die Frage, ob der Eindruck täuscht oder ob es tatsächlich immer mehr und immer heftigere Gewitter gibt? „Das ist statistisch jedenfalls nicht nachweisbar“, sagt Klimaexperte Dominik Jung, der allerdings einschränkt, dass es in den vergangenen Wochen wirklich häufiger mal richtig ordentlich geblitzt und gedonnert hat. Der Unterschied zu früher sei aber, dass heute quasi jeder Blitz registriert und auch direkt im Internet gepostet werde. „Die Leute haben dann den Eindruck, dass alles immer schlimmer wird, obwohl dies eigentlich nicht so ist“, sagt Jung.

Das gilt laut Jung auch für den Tornado im nordrhein-westfälischen Viersen (siehe Extra), der am Mittwoch für Aufsehen in den sozialen Netzwerken sorgte. „Tornados sind in Deutschland entgegen landläufiger Meinungen nichts Ungewöhnliches“, sagt Jung. Deutschland sei ganz eindeutig Tornadoland.