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Frost in der Region verursacht Frust: Landwirte, Winzer und Gärtner in Alarmbereitschaft

 Die gerade ausgetriebenen Rebtriebe sind gegen Frost sehr empfindlich.
Die gerade ausgetriebenen Rebtriebe sind gegen Frost sehr empfindlich. FOTO: Winfried Simon
Trier. Neuschnee und bitterkalte Nächte mitten im April: Der Freude über die frühe Blüte folgt nun die Angst vor dem klirrenden Frost. Winzer und Landwirte in Rheinland-Pfalz erwarten mit Sorge die Nächte zum Donnerstag und Freitag, in denen es verbreitet Minusgrade geben soll. Mos/sim/dpa

Wer empfindliche Pflanzen auf dem Balkon stehen hat, sollte diese besser in Sicherheit bringen.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vom Mittwoch sinken die Temperaturen bei überwiegend wolkenlosem Himmel auf bis zu minus vier Grad (zum Beispiel in Trier, Bitburg und Morbach). Für Winzer und Obstbauern sei die Lage schwierig, sagt Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau. "Wenn die Blüte erfriert, dann ist es vorbei."

Die Winzer an Mosel, Saar und Ruwer sind in großer Sorge, da die Rebknospen dieses Jahr schon sehr früh ausgetrieben sind. Junge Triebe erfrieren schon ab etwa minus ein bis zwei Grad Celsius.

Doch Frost ist nicht die einzige Sorge der Landwirte. "Im Moment steht alles still, weil es zu kalt ist und weil kein Wasser im Boden ist", sagt Horper nach einem Winter und Frühjahr, die bisher viel zu trocken waren (der TV berichtete). Es sei noch zu früh, um in den Katastrophenmodus zu schalten, "aber wenn es nicht innerhalb der nächsten 14 Tage regnet und wärmer wird, dann wird das kein gutes Jahr", sagt Horper. Grünland und Wintergetreide könnten dringend einen Landregen gebrauchen.