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Klöckner: Beck hört vor 2016 auf

Mainz (dpa). Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner sagt eine vorzeitige Amtsaufgabe von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) voraus. „Ich gehe davon aus, dass Herr Beck vor 2016 aufhören wird. Der Druck in seiner Partei wird zu groß, sie werden ihn drängen, vorzeitig aus dem Amt zu scheiden“, prophezeite sie im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Mainz.

Der 62-jährige Beck hatte angekündigt, bei guter Gesundheit bis zum Ende der Wahlperiode 2016 regieren zu wollen. Es gibt nach seinen Worten auch keinen Grund für Spekulationen, dass er beim SPD-Landesparteitag in diesem Jahr nicht wieder als Vorsitzender kandidieren werde.

Klöckner sagte über Becks Amt des Regierungschefs: "Die Frage seiner Nachfolge sehe ich sehr gelassen. Ich habe keine Empfehlungen abzugeben, das ist Sache einer jeden Partei selbst." Die CDU-Landeschefin ergänzte: "Gelassen hinsichtlich der Kronprinzen bin ich deshalb, weil SPD-Fraktionschef Hendrik Hering früher Wirtschaftsminister war und er mit seinem Konzept "Nürburgring 2009" alles andere als überzeugte." Die Betreiber des dortigen riesigen Freizeitparks wollen wegen der Besucherflaute rund 140 Stellen streichen.

Mit Blick auf den weiteren Sozialdemokraten, der als Anwärter auf Becks Nachfolge gilt, sagte die CDU-Landeschefin: "Bei Innen- und Infrastrukturminister Roger Lewentz ist die Frage, wie er sich bei den Problemen der Großprojekte Nürburgring und Flughafen Hahn aus der Affäre zieht. Da scheut er noch immer, Position zu beziehen und wartet ab. Das merken die Leute."

Beim defizitären Flughafen Hahn sucht die rot-grüne Landesregierung Investoren, weil das Eigenkapital schmilzt.