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Krankenhäuser am Mittelrhein wollen fusionieren

Koblenz. Krankenhausfusion im nördlichen Rheinland-Pfalz: Das Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen (Kemperhof und St. Elisabeth) und das Stiftungsklinikum Mittelrhein mit Kliniken und Altenheimen in Koblenz, Boppard und Nastätten, wollen - rückwirkend zum 1. Januar - miteinander verschmelzen: Der neue Name: "Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein".

Einmalig in Deutschland gehen damit kommunale und kirchliche Träger einen neuen gemeinsamen Weg. Noch müssen die Gremien und das Kartellamt zustimmen. Bisher ist der Vertrag nur paraphiert, also nur vorläufig festgelegt. Die Zustimmungen des Koblenzer Stadtrates, des Kreistages von Mayen-Koblenz und der Gremien des Stiftungsklinikums gelten jedoch als höchst wahrscheinlich.
Mit dem Zusammenschluss wollen die Beteiligten medizinische Kompetenzen bündeln und die Versorgung dauerhaft sichern. Den mehr als 3600 Beschäftigten wird "vollständige Besitzstandswahrung" zugesagt. Außerdem soll es bis Ende 2016 keine fusionsbedingten Kündigungen geben. Von dem Zusammenschluss profitieren könnten in der Region Mittelrhein jährlich rund 52 000 Patienten an fünf Standorten.