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Handel
Minister Wissing bezeichnet Zölle als harte Belastungsprobe für Partnerschaft mit USA

FOTO: dpa / Guido Kirchner
Trier. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) die von der US-Regierung verhängten Strafzölle scharf kritisiert. Von Rolf Seydewitz

„Die Art und Weise, wie hier Politik gemacht wird, kann weitreichendere Folgen haben als die Auswirkungen der nun verhängten Zölle auf unsere Produzenten“, sagte Wissing am Freitag gegenüber dem Trierischen Volksfreund. Die mangelnde Gesprächsbereitschaft sei eine harte Belastungsprobe für die transatlantische Partnerschaft. Wissing wies auf die drohende Gefahr hin, dass dieser Rückfall in die Politik des 19. Jahrhunderts einen weltweiten Prozess anstoße, der zu mehr Protektionismus führe – mit unabsehbaren Folgen für den Welthandel. „Freihandelsabkommen sind das beste Mittel gegen Protektionismus, deshalb ist es wichtig, dass die EU weiterhin dialogbereit ist“, sagte der Mainzer Wirtschaftsminister.

Die von den USA auf Einfuhren von Stahl und Aluminium aus der EU verhängten Strafzölle sind am Freitag in Kraft getreten. Auf die Importe werden nun Zölle in Höhe von 25 Prozent bei Stahl und zehn Prozent bei Aluminium fällig.