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Nürburgring: Auch unterlegener Bieter H.I.G. erhebt Einspruch

Adenau. Nach dem US-Unternehmen Nexovation hat nun auch die Investmentgesellschaft H.I.G. eine Eingabe bei der EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel gemacht. Der unterlegene Bieter ist der Überzeugung, dass der Verkauf des Nürburgrings nicht korrekt abgewickelt wurde.

Das erfuhr unsere Zeitung aus gut informierter Quelle. Die EU-Kommission in Brüssel muss sich jetzt bereits mit vier Eingaben (keine Klagen) beschäftigen, die den Investorenprozess infrage stellen. Der Verein "Ja zum Nürburgring" und der ADAC waren bereits vor Wochen in Brüssel vorstellig geworden. Die Prüfung könnte sich noch Wochen, wenn nicht Monate hinziehen. Ohne grünes Licht von der EU ist der Kaufvertrag mit dem Düsseldorfer Mittelständler Capricorn nicht gültig. Das Unternehmen hatte Rennstrecken und Freizeitpark für 77 Millionen Euro erworben. H.I.G. war in einem packenden Rennen mit seinem 50-Millionen-Gebot gescheitert.

Nexovation will nach eigener Aussage 150 Millionen Euro, plus weiteren erfolgs- und umsatzabhängigen 200 Millionen sowie Investitionen in der Eifel von 500 Millionen Euro geboten haben. Ein belastbares Angebot dieser Größenordnung lag nach Informationen unserer Zeitung aber nie vor. Das Innovationsunternehmen Nexovation vertreibt angeblich, "ultradünne Kabel", die auf Wänden verlegt werden können. DB