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Osteifel-Stadt Mendig bekommt Rock am Ring

Mendig. Jetzt ist es amtlich: Rock am Ring, Deutschlands größtes Festival für Rockmusik, zieht an den Flugplatz Mendig. Es findet vom 5. bis 7. Juni 2015 statt. Anke Mersmann

Mendig. Die Veranstalter von Rock am Ring, Marek Lieberberg und sein Sohn André, verkündeten ihre Entscheidung, mit dem Festival der Eifel treu zu bleiben, am Donnerstag während einer Pressekonferenz am neuen Standort auf dem Flughafen Mendig. Zu der waren beide - dem Ort angemessen - in einem effektvollen Auftritt auf dem Luftweg angereist: Mit dem größten Doppeldecker der Welt, einer Antonow An-2, flogen die beiden ein. Ein riesiger Aufkleber mit Festivallogo und der Unterzeile "5.-7. Juni, Flugplatz Mendig" auf der Maschine nahm bereits die Antwort auf die Frage vorweg, die Dutzenden Festivalfans und einem Pulk an Journalisten auf den Nägeln gebrannt hatte. Minuten später genossen es Vater und Sohn sichtlich, Mendig als neue Heimat für das Rockspektakel zu nennen. Hinter ihnen liegt eine monatelange Suche nach einem neuen Standort, seit sie sich Anfang Juni mit Rock am Ring vom Nürburgring verabschiedet hatten. Grund für den Weggang waren gescheiterte Vertragsverhandlungen mit der Nürburgring GmbH.
Mit dem Flugplatz Mendig habe man, sagt Marek Lieberberg, einen wunderbaren Schauplatz für das Festival gefunden, das im nächsten Jahr zum 30. Mal stattfindet. "Wir werden in Mendig die Tradition von Rock am Ring in eine erfolgreiche Zukunft führen", sagt der Konzertveranstalter. Rock am Ring werde größer und schöner als zuvor. "Wir haben alle räumlichen Freiheiten und damit ganz andere Möglichkeiten", betonte Lieberberg.Vier statt drei Bühnen


So werden 2015 vier Bühnen bespielt, am alten Standort am Nürburgring waren es drei. Welche Bands die Premiere auf dem Flugplatz bestreiten werden, ließen die Lieberbergs noch offen. Details wollen sie im Oktober nennen, passend zum Vorverkaufsstart. Lieberberg erläuterte, weshalb er und sein Sohn sich für den Eifelort Mendig entschieden haben. Die politisch Verantwortlichen hätten mit vollem Tatendrang dafür gesorgt, dass sämtliche Genehmigungen zeitnah vorlagen. Diese Verve, so Lieberberg, habe ihn beeindruckt - weshalb Mendig das Rennen vor Mönchengladbach machte. Die Stadt war neben dem Eifelort der andere heiße Kandidat bei der Standortsuche gewesen.