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Platz für Manöver

TRIER. (mic) Die Luft über dem Land wird fürs Militär neu zugeschnitten. Auswirkungen am Boden hat das angeblich nicht.

Die Bundeswehr und die Nato-Partner bekommen einen neuen Übungsraum - nicht auf dem Boden, sondern in einer Höhe ab 10 000 Fuß (rund 3000 Meter). Bisher gibt es zwei solcher Gebiete über Rheinland-Pfalz. Eines von der Pfalz aus Richtung Süden und eines, das auch die Eifel tangiert und zwischen Büchel (Kreis Cochem-Zell), der Dahlemer Binz in Nordrhein-Westfalen, dem Flughafen Köln-Bonn und Koblenz liegt. In einem solchen "zeitweilig reservierten Luftraum" (englisch: Temporary Reserved Airspace, kurz TRA) können sich die Militärs austoben - der Zivilflugverkehr wird nur durchgeleitet, wenn die Militärs keinen Bedarf haben. Weil Bundeswehr und Nato ein zusammenhängendes Übungsgebiet wünschten, hat die Deutsche Flugsicherung die TRA nun neu zugeschnitten. Dabei verzichtet die Bundeswehr auf die bisherige TRA 204 über der Nordeifel. Die neu geschaffene und "NEON" (New Organisation Nattenheim Area) benannte Zone, die ab 27. November gültig ist, umfasst laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) ein Gebiet von 145 mal 70 Kilometern. Es beginnt im Norden bei Spangdahlem (Kreis Bitburg-Prüm) und reicht dann östlich bis Worms, südlich bis Karlsruhe und im Westen über Saarbrücken bis an die französische Grenze. Mit Lärmbelästigung am Boden ist laut der DFS wegen der Höhe der Manöver nicht zu rechnen. Im zivilen Luftverkehr müssen sich die Kontrollzentren in Reims, Luxemburg, Brüssel und Maastricht auf neue Linienführungen einrichten. Bei den An- und Abflugrouten für die Flughäfen Bitburg und Hahn sowie für Luxemburg-Findel, die auch über die Region Trier führen, ändert sich laut DSF dagegen nichts Wesentliches. Infos zur NEON: www.dfs.de