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Rettungsgasse blockiert - Feuerwehr schickt Fotos von 30 Autofahrern an die Polizei

Mörfelden-Walldorf/Darmstadt. Autofahrer haben bei einem Unfall auf der A 5 in Südhessen Rettungskräfte behindert. Diese mussten das letzte Stück zu Fuß zurücklegen, weil Autos kreuz und quer standen. Nun droht 30 Autofahrern ein Bußgeld.

(dpa/lhe) - Eine durch Autofahrer blockierte Rettungsgasse auf der Autobahn 5 in Südhessen könnte ein Nachspiel haben. Möglichen Verursachern drohe ein Bußgeld, teilte die Feuerwehr Mörfelden-Walldorf am Freitag mit. Beweisfotos von etwa 30 Fahrzeugen seien an die Autobahnpolizei Darmstadt geschickt worden. „Die Autos haben kreuz und quer gestanden“, sagte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Theo Herrmann.

Auf der Autobahn bei Weiterstadt war am Mittwoch ein Bauarbeiter von einer Brücke etwa fünf Meter in die Tiefe gestürzt und schwer verletzt worden. Autofahrer hätten Rettungskräfte in ihren Einsatzfahrzeugen behindert, teilte Herrmann mit. „Wir mussten die letzten 800 Meter bis zum Einsatzort laufen. In voller Montur.“ Laut Polizei könnte es Verfahren mit einem Bußgeld von 20 Euro geben.

Auch bei einem Unfall bei Mainz kam es zu Problemen mit renitenten Autofahrern. Die Feuerwehr kritisierte die mangelende Bereitschaft einiger Autofahrer, eine Rettungsgasse zu bilden. So sei ihr berichtet worden, dass sich ein Autofahrer sogar hinter ein Abschleppfahrzeug gesetzt habe, um schneller voranzukommen.