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Landespolitik
Rheinland-pfälzische FDP-Fraktion setzt sich für freiwilliges soziales Jahr in Landwirtschaft ein

Mainz. Liberale wollen ländlichen Raum beleben. Von Florian Schlecht

Die FDP-Fraktion in Rheinland-Pfalz will einen Schwerpunkt auf den ländlichen Raum legen. Das teilte Fraktionschefin Cornelia Willius-Senzer nach einer Klausurtagung der Liberalen mit. „Wir müssen aufpassen, dass wir in manchen Regionen keine schwarzen Löcher bekommen“, sagte die 74-Jährige vor Journalisten in Mainz.

Mit einem Paket an Zielen wollen die Liberalen den ländlichen Raum wieder beleben. Dazu soll auch ein freiwilliges soziales Jahr in grünen Berufen gehören – wie in der Landwirtschaft und bei Winzern. Der Vulkaneifeler FDP-Landtagsabgeordnete Marco Weber erhofft sich davon, mehr junge Menschen für die Betriebe zu begeistern, die noch nicht mit Landwirtschaft in Berührung kamen.

Einsetzen will sich die FDP-Fraktion auch für einen Ausbau von schnelleren 5G-Netzen und für Glasfaserkabel, die in jedes Haus im ländlichen Raum reichen sollen. Beim Unterricht auf dem Land setzen die Liberalen auf mehr Eigenständigkeit der Schulen, um Personal zu gewinnen. In der Medizin will die Partei stärker Versorgungszentren fördern und Telemedizin ausbauen.

Die bildungspolitische Sprecherin Helga Lerch wirbt darüber hinaus dafür, dass Schulen mit ihren Profilen werben können und damit mehr Lehrkräfte aufs Land locken. Bei der Unterrichtsversorgung bekräftigte sie das Ziel des rot-gelb-grünen Koalitionsvertrags, bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 auf 100 Prozent kommen zu wollen. Darüber hinaus peile die FDP eine Versorgung von 105 Prozent an, um Lehrer-Ausfälle bei Krankheiten oder Schwangerschaften ausgleichen zu können.