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Mainz
Rund 19 Millionen Euro für die Dörfer

Mainz. Auch fünf Orte in der Region können sich über eine Förderung des Landes freuen.

(Mos) 29 rheinland-pfälzische Dörfer haben Grund zum Feiern. Denn Innenminister Roger Lewentz hat sie als neue Schwerpunktgemeinden anerkannt, darunter fünf Orte in der Region Trier: Tawern (Verbandsgemeinde Konz), Seffern (Bitburger Land), Oberstadtfeld (Daun), Dhron (Bernkastel-Kues) und Köwerich (Schweich).

„Schwerpunktgemeinde“ – was zunächst wenig einladend klingt, ist für Dörfer durchaus attraktiv. Denn zum einen geht es um Geld, von dem auch Privatleute profitieren können. Geld, mit dem alte Häuser saniert, Wanderwege angelegt oder Spielplätze gebaut werden. Zum anderen geht es um die Frage, wie lebendig ein Dorf ist, wie es den Zusammenhalt stärken oder das Freizeitangebot verbessern kann.

Insgesamt 137 solcher Schwerpunktdörfer gibt es nun in Rheinland-Pfalz. „Rund 18,7 Millionen Euro stehen in diesem Jahr zur Förderung von Dorferneuerungsmaßnahmen zur Verfügung“, sagt der Minister.

Wolsfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm bietet ein Beispiel, wie Dörfer in den acht Jahren, die sie als Schwerpunktgemeinde anerkannt werden, profitieren. „Wir haben keinen Leerstand“, sagt Ortsbürgermeister Heinz Junk. Zahlreiche alte Häuser wurden saniert. Privatleute können dafür Zuschüsse beantragen. Zudem stehen Bauherrn Berater zur Verfügung. Auch ein altes Wolsfelder Wirtschaftsgebäude wurde umgebaut. Es beherbergt laut Junk nun einen Malerbetrieb, der Arbeitsplätze mit sich brachte. Selbst zwei Feste hat der Ort dank der Dorfmoderation gewonnen: ein Wein- und Musikfest sowie „Wolsfeld brennt“, ein Tag ganz im Zeichen der heimischen Edelbrände. Wichtigstes Ergebnis war aber, dass die Bürger festlegten, wie ihre Ortsdurchfahrt nach dem Bau der Umgehungsstraße aussehen soll.

Nun bekommen 29 weitere Dörfer die Chance, intensiv an sich zu arbeiten. Laut Lewentz hat sich die Dorferneuerung zu einer der größten Bürgerinitiativen des Landes entwickelt.