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Strafanzeige angekündigt: Bürgerinitiative sieht Risiken bei Hochmoselbrücke

 Auf der Hunsrückseite nimmt der Hochmoselübergang immer mehr Gestalt an: Vier Brückenpfeiler stehen, an drei weiteren wird gebaut. Aber auch am Eifelhang laufen erste Arbeiten: An der Stelle, wo dicht an der B.53 der rote Kran steht (im Bild ganz unten links) wird die Vertiefung für einen der insgesamt drei Pfeiler auf Eifeler Seite ausgeschachtet.
Auf der Hunsrückseite nimmt der Hochmoselübergang immer mehr Gestalt an: Vier Brückenpfeiler stehen, an drei weiteren wird gebaut. Aber auch am Eifelhang laufen erste Arbeiten: An der Stelle, wo dicht an der B.53 der rote Kran steht (im Bild ganz unten links) wird die Vertiefung für einen der insgesamt drei Pfeiler auf Eifeler Seite ausgeschachtet. FOTO: Portaflug Föhren
Ürzig. Die Bürgerinitiative Pro Mosel will Strafanzeige wegen des Baus der Hochmoselbrücke stellen. Die Initiative sei der Meinung, dass der Bau auf der Eifelseite ein großes Risiko berge, sagte der Vorsitzende Georg Laska am Freitag. dpa

Die Gründungsmethode der Pfeiler sei nach Ansicht von Experten unsicher. Die Anzeige gegen Unbekannt werde an diesem Montag bei der Staatsanwaltschaft Trier eingereicht.

Der Chefgeologe von Rheinland-Pfalz, Harald Ehses, hatte im Dezember 2013 betont, er könne nicht bewerten, ob der Bau zu risikoreich sei oder nicht. Er forderte ein Extra-Gutachten an. Danach steht die Brücke sicher.

Die Brücke zwischen Ürzig und Rachtig gilt als größtes Brückenbauprojekt in Europa. Sie soll 456 Millionen Euro kosten, ab dem Jahr 2018 sollen Autos rollen. Das riesige Bauwerk, das 160 Meter hoch werden soll, wird Teil des Hochmoselübergangs. Der 25 Kilometer lange neue Abschnitt der Bundesstraße 50 soll das Autobahnkreuz Wittlich in der Eifel mit dem Hunsrück verbinden, wo der Flughafen Hahn liegt.