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Trierer prüfen Panzer Puma erneut: Externe Berater legen heute Risikoanalyse zu Rüstungsprojekten der Bundeswehr vor

Trier/Berlin. Mängel bei Flugzeugen und Panzern machen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu schaffen. Heute stellt sie einen Bericht vor, der auch den Schützenpanzer Puma analysiert. Er soll in Trier erneut auf den Prüfstand.

Vor der Übergabe des wegen seiner technischen Probleme als Pannenpanzer bekanntgewordenen Fahrzeugs Puma an das Heer sollen auch in der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 41 in Trier weitere Prüfungen erfolgen. Dies sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums dem Volksfreund. Demnach soll in Trier und bei der WTD in Greding das Fehlermeldesystems des Puma überprüft werden. Das Heer führe in Munster eine abschließende Prüfung "zur operationellen Eignung des Systems" durch, sagte der Ministeriumssprecher.

Problematisch waren laut früheren WTD-Untersuchungen unter anderem das Gewicht des Panzers, die Fahrersicht und Elektronik. Laut Ministerium sind die Vorgaben inzwischen umgesetzt, Fehler behoben oder identifiziert worden. Bis Ende dieses Jahres sollen nun 16 Puma ausgeliefert werden, sechs seien bereits geliefert worden. Bis 2020 soll die Bundeswehr 350 der Schützenpanzer erhalten; der Finanzrahmen des Großprojekts beträgt 4,3 Milliarden Euro. Der Puma hatte wie acht weitere Rüstungsvorhaben gravierende Mängel aufgewiesen, so dass sich die Auslieferung verzögert. Deswegen hatte das Verteidigungsministerium externe Berater beauftragt, die Vorhaben im Gesamtwert von mehr als 50 Milliarden Euro zu analysieren.

Neben dem Puma geht es unter anderem um den Eurofighter, das Flugzeug A400M und das Nachfolgeprojekt der Drohne Eurohawk. Die Berater legen heute ihren Bericht vor. Eine Konsequenz sollen neue Testflüge des Eurohawk sein. Trotz der Probleme bei der Bundeswehr plant Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) bereits neue Auslandseinsätze im Irak und in der Ukraine.kah/red