| 21:07 Uhr

Über 16 Stunden hinter dem Steuer

TRIER. (red) Bei den bundesweiten Kontrollen im gewerblichen Güter- und Personenverkehr wurden am Donnerstag und Freitag landesweit 451 Fahrzeuge beanstandet.

Landesweit wurden 1417 LKW und Busse kontrolliert; 451 Fahrer und Fahrzeuge wurden beanstandet. "Die Beanstandungsquote ist noch immer viel zu hoch und die Polizei wird sich deshalb auch in Zukunft dieser Aufgabe verstärkt widmen", bilanzierte Innenminister Karl Peter Bruch die Aktion. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde in 66 Fällen überschritten und 111 Mal stellte die Polizei Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten fest. "Sieger des Tages" war ein LKW-Fahrer, der länger als 16 Stunden hinter dem Steuer saß und sofort aus dem Verkehr gezogen wurde. In 76 Fällen untersagte die Polizei die Weiterfahrt wegen gravierender technischer Mängel, erheblicher Überschreitung der Lenkzeiten und mangelhafter Ladungssicherung. Besonders erschreckend: Vier LKW-Fahrer, davon auch der Fahrer eines Gefahrguttransports, standen unter Drogen. Auf der Autobahn A 60 verursachte ein ebenfalls unter Drogeneinfluss stehender Fahrer einen Unfall, als er die Polizeibeamten erkannte und dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Dabei wurde sein LKW total beschädigt. Im Präsidialbereich Trier wurden 518 Kraftfahrzeuge überprüft, darunter 30 Gefahrguttransporter sowie zwölf Busse. Insgesamt wurden 74 Fahrzeuge beziehungsweise Fahrer beanstandet, darunter sechs Gefahrguttransporte und zwei Busse. In 58 Fällen wurde die Geschwindigkeit überschritten. 59 Mal wurden Verstöße nach dem Fahrpersonalgesetz, wie die Überschreitung der Tageslenkzeiten, festgestellt. Bei 28 LKW wurde die Ladungssicherung bemängelt, darunter ein Gefahrguttransport, dem die Weiterfahrt untersagt wurde. Insgesamt wurde zwölf LKW-Fahrern die Fortsetzung ihrer Fahrt untersagt. In zwei Fällen haben die Beamten Fahrer festgestellt, die "schwarz" gearbeitet hatten. Das Polizeipräsidium Trier wurde unterstützt durch die Bereitschaftspolizei Wittlich-Wengerohr, die Bundespolizei und den Zoll. Insgesamt waren landesweit bei den Kontrollen 251 Polizeibeamte an 17 Kontrollstellen eingesetzt.