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Verfassungsschutz prüft Trierer Gruppierung

Trier. Der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz prüft ob die Identitäre Bewegung, die einen Ableger in Trier hat, rechtsextrem ist. Es gebe Hinweise, dass die Gruppierung, die überwiegend im Internet aktiv ist, rechte Parolen verbreite, hieß es aus dem Innenministerium. Bernd Wientjes

Wie groß die Anhängerschaft ist, weiß keiner so recht. 115 Mal wurde auf der seit Dezember bestehenden Seite des Internetnetzwerks Facebook "Gefällt mir" geklickt beim Trierer Ableger der bundesweit aktiven Identitären Bewegung. Wer sich in Trier dahinter verbirgt, ist ebenso unklar.

Die als bundesweites Phänom in Erscheinung tretende Bewegung sei dem Ministerium und dem rheinland-pfälzischen Verfassungsschutz bekannt, sagte ein Ministeriumssprecher. Die von ihr ausgehenden Aktivitäten, die bislang überwiegend im Internet zum Tragen kämen, würden analysiert und auf mögliche "verfassungsfeindliche Bestrebungen" hin geprüft. "Gleichwohl wird nicht verkannt, dass bei der Identitären Bewegung den Anschein erweckende rechtsextremistische Aussagen festzustellen sind, die es zu beobachten gilt", so der Sprecher.