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Zwei Chef-Staatsanwälte, ein Wunschziel: Minister führt Peter Fritzen als Nachfolger von Jürgen Brauer in Trier ein

Triers neuer Leitender Oberstaatsanwalt Peter Fritzen (Mitte) mit seinem Vorgänger Jürgen Brauer (rechts) und Justizminister Jochen Hartloff (links).
Triers neuer Leitender Oberstaatsanwalt Peter Fritzen (Mitte) mit seinem Vorgänger Jürgen Brauer (rechts) und Justizminister Jochen Hartloff (links). FOTO: Friedemann Vetter
Trier. Triers neuer Chef-Ermittler Peter Fritzen ist am Mittwoch in sein Amt eingeführt worden. „Mein Wunschziel“, sagte der 51-jährige über seinen neuen Arbeitsplatz. Das hatte vor fünf Jahren auch sein Vorgänger Jürgen Brauer gesagt. Rolf Seydewitz

Die Einführung des neuen Leitenden Oberstaatsanwalts Peter Fritzen wird schon aus einem Grund vielen in Erinnerung bleiben: Der Mainzer Justizminister Jochen Hartloff (SPD) trug einen Schlips. Das kommt so häufig vor wie eine Fußball-Weltmeisterschaft, womöglich sogar noch nicht einmal das. "Zu dem Hemd hier hat mir das einfach besser gefallen", kommentierte Hartloff neugierige Nachfragen. Ansonsten hatte der Minister viel Lob für die Justiz im Allgemeinen und die beiden Hauptpersonen des Nachmittags im Speziellen im Gepäck.

Der aus Lieser an der Mosel stammende Peter Fritzen wurde am Mittwoch offiziell eingeführt, obwohl er schon drei Monate auf dem Stuhl des Leitenden sitzt. Der Arbeitsplatz ist für Fritzen kein Neuland. Von 1995 bis 2006 lernte er bei der Trierer Staatsanwaltschaft das Handwerk des Anklägers von der Pike auf, wie er betonte. Nach Stationen bei anderen Staatsanwaltschaften und im Ministerium kehrte der zweifache Vater nun nach Trier zurück, wo er auch seit langem lebt: "Hier habe ich den Großteil meines Lebens verbracht."

Ein Wahl-Trierer ist längst auch der gebürtige Dauner Jürgen Brauer. Nach nur fünf Jahren an der Spitze der Trierer Staatsanwaltschaft wechselte der 57-Jährige als Generalstaatsanwalt nach Koblenz - und pendelt nun täglich an den Rhein. "Als General habe ich einen wachsamen, aber auch wohlwollenden Blick auf Trier", versprach Brauer, der sich bei seiner Verabschiedung derart viel Lob anhören musste, dass ihm ganz schwindelig wurde. Selbst Mitarbeitervertreter Benjamin Gehlen lobte den Ex-Chef in den höchsten Tönen. Und dann entschuldigte sich noch Behörden-Vize Ingo Hromada für einen fünf Jahre zurückliegenden Fauxpas: Bei der Einführung Brauers habe er von 4000 Quadratmetern Zuständigkeitsbereich gesprochen. "Es sind 4000 Quadratkilometer", korrigierte sich Hromada.
Triers neuer Leitender Oberstaatsanwalt Peter Fritzen (links) und sein Vorgänger Jürgen Brauer.
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Martin Pfeil

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