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Soziales: Streiks bei Fastfood-Ketten in der Region möglich

Soziales : Streiks bei Fastfood-Ketten in der Region möglich

Demnächst könnte es zu Streiks bei Fastfoodketten wie McDonald’s oder Burger King in der Region kommen. Das kündigte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) an.

Sie fordert mehr Geld für die Beschäftigen. „Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke – bekommen dafür aber meist nur den Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde“, kritisiert Klaus Schu von der NGG Trier.

Die Gewerkschaft verlangt „armutsfeste Löhne“ von mindestens zwölf Euro pro Stunde. Profitieren würden davon auch die Beschäftigten anderer Ketten wie Starbucks, Nordsee, und Pizza Hut.  Schu kündigt an, dass es in den nächsten Tagen Streiks von Mitarbeitern von Fast-Food-Ketten in Trier oder Wittlich geben kann. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft NGG und dem Bundesverband der Systemgastronomie. Aktuell reichten die Löhne kaum, um ohne einen Zweitjob oder staatliche Stütze über die Runden zu kommen. Schu: „Milliardenschwere Konzerne wie McDonald’s zahlen so wenig, dass die Allgemeinheit einspringen muss. Heute müssen die Steuerzahler die Löhne und später die Renten aufstocken, damit das Geld zum Leben reicht – hiermit muss endlich Schluss sein.“

 Die schlechte Bezahlung führt laut NGG auch zu einem verschärften Personalmangel in der Branche. „Sowohl ausgebildete Fachkräfte als auch Quereinsteiger überlegen sich dreimal, ob sie den stressigen Job im Schnellrestaurant zum Billig-Tarif machen,“ sagt Schu.