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140 Journalisten bei Bischofskonferenz

140 Journalisten bei Bischofskonferenz

140 Journalisten - darunter zwei aus dem Ausland - von 70 Zeitungen, Fernseh- und Radiosendern, Magazinen und Nachrichtenagenturen und Internetportalen hatten sich zum Frühjahrstreffen der deutschen Bischöfe in Trier angemeldet. Vom Hamburger Abendblatt über das Deutschlandradio bis zu den ARD-Tagesthemen wurde deutschlandweit berichtet.


Der Papstrücktritt und die zwei katholischen Kliniken, die vor wenigen Wochen einer vergewaltigten Frau die "Pille danach" verweigerten, hatten dem Bischofstreffen zusätzliche Aktualität und Brisanz verliehen. Einige der Journalisten, die zur Berichterstattung nach Trier gereist waren, berichteten für kirchennahe Medien, wie die katholische Nachrichtenagentur KNA oder das Internetportal katholisch.de. Aber auch das ZDF-Satire-Magazin Heute Show war vor Ort. Eine Mitarbeiterin der Show versuchte Kardinal Meisner eine Bewerbung als Päpstin in die Hand zu drücken, worauf dieser ungehalten reagierte. Ob die Aufnahmen in der Heute-Show-Sendung heute Abend ausgestrahlt werden dürfen, war am Donnerstag noch nicht klar.
Die Proteste, die ein Bündnis verschiedener kirchenkritischer Organisationen angekündigt hatten, blieben ohne große Auswirkungen: "Das war eher ein laues Lüftchen anstelle eines großen Sturms", resümierte Matthias Kopp, Pressesprecher der Konferenz. Die Deutsche Bischofskonferenz zeigte sich mit Trier als Tagungsort mehr als zufrieden: "Trier ist ein fantastischer Gastgeber", sagt Kopp. Am Mittwochabend hatten sich die Bischöfe unter anderem mit Vertretern der Stadtverwaltung in den Viehmarktthermen zum Abendessen getroffen.
Oberbürgermeister Klaus Jensen sprach dabei ein Grußwort. "Die Stadt freut sich immer, wenn Konferenzen namhafter Organisationen in Trier stattfinden", erklärte das städtische Presseamt auf TV-Anfrage. "Unmittelbar nach der Rücktrittserklärung des Papstes wird der Zusammenkunft der Deutschen Bischofskonferenz eine besondere Aufmerksamkeit zuteil, die sich auch auf Trier positiv auswirkt", sagte Ralf Frühauf, Sprecher der Stadt. woc