Abmahnung

Sehr geehrter Herr Winter! Bezug nehmend auf die schon seit längerem bestehende Jahreszeiten-Abfolge, möchten wir Sie höflichst darauf aufmerksam machen, dass es allmählich an der Zeit wäre, Ihre Aktivitäten einzustellen.

Zu Beginn des Monats März sollten Sie absprachegemäß allenfalls in hoch gelegenen Regionen und lediglich in Ausnahmefällen noch in Erscheinung treten. Ihre anhaltenden Aktivitäten entbehren jeglicher Grundlage und belasten unsere ohnehin schon angespannten Beziehungen. Sollten Sie Ihr Verhalten nicht ändern, müssen wir ernsthaft über eine Abmahnung und gegebenenfalls weitere klimatechnische Maßnahmen nachdenken. Dabei haben Sie sich weitere Schritte nur selbst zuzuschreiben. In den vertraglich fixierten Hauptmonaten ließen Sie sich kaum blicken. Die Sonderveranstaltung "Weiße Weihnacht" haben Sie gar ganz ohne Angaben von Gründen abgesagt. Auch die fristgerechte Absage, beziehungsweise Krankmeldung, ist nicht erfolgt. Wir haben Sie mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass Ihr Verhalten nicht länger toleriert werden kann. Größere Büroräume gleichen mittlerweile mehr einem Lazarett, die nicht ganz so Kranken vertreten die richtig Kranken, die wiederum von zuhause das Nötigste arbeiten für all diejenigen, die sich mit Husten, Kopf- und Gliederschmerzen nicht mehr bewegen können. Sie haben ein mittelschweres Chaos hinterlassen. Daher möchten wir Sie nachdrücklich bitten, Ihren falsch verstandenen Arbeitseifer jetzt einzustellen und Ihren Arbeitsplatz zu räumen. Es reicht. Machen Sie Platz für den jungen Kollegen Frühling, ruhen Sie sich ein wenig aus und kommen Sie im Dezember frisch erholt, aber pünktlich, wieder zum Dienst. Hochachtungsvoll! a.houben@volksfreund.de

Mehr von Volksfreund