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Absturz bei Laufeld: Pilot in "guter Verfassung"

Absturz bei Laufeld: Pilot in "guter Verfassung"

Der Pilot des am Freitag nahe Laufeld im Kreis Bernkastel-Wittlich abgestürzten Militärjets, Oberstleutnant Scott Hurrelbrink, befindet sich laut Mitteilung der Airbase Spangdahlem in "guter Verfassung". Der verletzte Flugoffizier wird im Trierer Brüderkrankenhaus versorgt.

Oberst Christopher Weggeman, der Kommandeur des 52. Jagdgeschwaders in Spangdahlem, bezeichnete die Rettungsaktion als "ein vorbildliches Beispiel deutsch-amerikanischer Zusammenarbeit und Professionalität im Einsatz. Die Vorgehensweise jedes Einzelnen hat dazu beigetragen, die Sicherheit des Piloten und der Bevölkerung zu bewahren."

Extra: Alle Informationen zum Absturz und der A-10 in unserem Dossier
Rettung per Schleudersitz



Das Flugzeug des Typs A-10 Thunderbolt II ist am Freitag gegen 16 Uhr in ein Feld außerhalb der Ortschaft Laufeld nördlich der Stadt Wittlich gestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten (der TV berichtete). Deutsche Rettungskräfte waren zuerst an der Absturzstelle und brachten Oberstleutnant Hurrelbrink per Hubschrauber ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier, eines von fünf Landeszentren für Notfallmedizin.

Die Ursache des Absturzes bleibt weiterhin unklar. Eine entsprechende Untersuchung werde 30 bis 60 Tage dauern, hatte eine Sprecherin der Airbase bereits am Freitag mitgeteilt. Spekulationen über die Ursache lehne man strikt ab.

Einsatzkräfte der US Air Force und der zuständige Kommandeur der Base in Spangdahlem trafen wenige Zeit später an der Absturzstelle ein und koordinierten die Sicherung. Die deutsche Militärpolizei und die Sicherheitskräfte aus Spangdahlem befinden sich weiterhin rund um die Uhr im Einsatz am Ort des Geschehens. Der Pilot war laut Mitteilung der Base auf dem Rückweg von einem Routine-Übungsflug. Das Kampfflugzeug hatte Übungsmunition an Bord. Ein Team des Kampfmittelräumdienstes der Air Base Spangdahlem sicherte die Absturzstelle. Ein Ingenieur der Umweltabteilung des 52. Jagdgeschwaders habe Boden und Luftproben auf Verunreinigungen hin untersucht, die durch Munition oder Treibstoff verursacht werden können. "Alle Ergebnisse befanden sich innerhalb der Norm", meldet die Airbase.

Das Einsitzer-Flugzeug des Typs A-10 Thunderbolt II sei seit 1975 im Einsatz gewesen. Die Betriebssysteme seien 2007 erheblich modifiziert worden. "Die 81. Flugstaffel erhielt die A-10 im Jahre 1994", so die Mitteilung der Airbase. Von 2005 bis 2010 habe es insgesamt drei Abstürze von A-10 Flugzeugen gegeben. Niemand verlor dabei das Leben.

Oberst Jackson Fox ist der Einsatzleiter des 52. Jagdgeschwaders in Spangdahlem. Er betont: "Sicherheit ist immer das oberste Gebot bei der Einsatzplanung." Den Piloten der US Air Force, so Fox, werde von Beginn ihres Flugtrainings an die Priorität vermittelt, die Sicherheit der Personals in der Luft und am Boden sicherzustellen. "Piloten erhalten ein intensives Flugtraining zum Flugzeugverhalten und zur Flugkontrolle", betont der Einsatzleiter. "Sie benutzen dieses Wissen, um das Flugzeug soweit wie möglich von bewohnten Gebieten weg zu manövrieren." Oberst Fox betont, er habe volles Vertrauen in die Professionalität und das Training aller A-10 Piloten, die dem 52. Jagdgeschwader angehören. Er kündigt einen Sicherheitsausschuss an, der die Ursache des Absturzes ermitteln werde.