Alle Chancen verspielt

Es gab nicht wenige in Europa, die waren bis vor einigen Tagen durchaus bereit, den Iranern bei allem Misstrauen das grundsätzliche Recht zuzugestehen, Kernenergie friedlich zu nutzen, so wie viele Völker der Erde dies auch tun - mit ausdrücklicher Billigung der internationalen Gemeinschaft übrigens.

Manch einer zeigte gar Verständnis für die nuklearen Bombenträume der Mullahs. Schließlich haben auch Pakistan oder Israel die Bombe, Staaten also, die durchaus in Reichweite Teherans liegen. Doch was das Mullah-Regime der Welt seit Tagen an staatlich verordnetem Terror zumutet, macht alle Chancen zunichte, international Sympathiepunkte zu sammeln, um den Iran auf absehbare Zeit als ernst zu nehmenden Partner auf der politischen Weltbühne zu etablieren. Im Gegenteil, das Land ist endgültig zu einer schweren Belastung der internationalen Politik geworden. Unter Führung seines fanatischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad verspielt der Mullah-Staat derzeit alle Chancen. Da werden in ekelhaftester Terroristen-Manier englische Soldaten zu Schauzwecken im Fernsehen vorgeführt, sie verlesen vorgegebene Entschuldigungen und Geständnisse und selbstverständlich fehlen auch die staatlich bestellten Brüllaffen in Teheran nicht, die die Hinrichtung der Soldaten fordern. Verbrecher, Terroristen gehen so mit Geiseln um, zivilisierte Staaten aber nicht mit Gefangenen. Dabei spielt es nicht die geringste Rolle, ob die Soldaten sich bei ihrer Patrouillenfahrt in irakischen oder iranischen Gewässern befanden. Was anschließend mit ihnen geschah, widerspricht allen Regeln internationalen Rechts. Eine Regierung, die Geiseln nimmt, disqualifiziert sich endgültig als vertrauenswürdiger Gesprächspartner. Wie immer dieses Geiseldrama ausgehen wird, was immer am Ende auch an gesichtswahrenden Aktionen für die iranische Seite stehen kann, Teheran wird die Briten gehen lassen müssen. Der größenwahnsinnige iranische Präsident und sein Verbrecher-Regime aber werden ihr Land wieder ein gewaltiges Stück weiter in die internationale Isolation getrieben haben. Nutzen wird das niemandem, am wenigsten dem Iran selbst. d.schwickerath@volksfreunde.de