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An kleineren Grundschulen und auf dem Land fällt Schwimmen ins Wasser

An kleineren Grundschulen und auf dem Land fällt Schwimmen ins Wasser

Die rheinland-pfälzischen Schulen haben den Auftrag, den Kindern das Schwimmen beizubringen. Theodor Lamberts, Schulsportreferent der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier, bezieht sich dazu auf Passagen aus dem Sport-Lehrplan für Grundschulen: "Bewegung im Wasser hat einen hohen gesundheitlichen Wert und ist für die personale Entwicklung der Kinder bedeutsam.

Außerdem ist Schwimmenkönnen ein wichtiger Beitrag zur Gefahrenprävention und bildet die Grundlage für lebensbegleitende Freizeitbeschäftigung. Dabei sollen die Schüler sich sicher und kontrolliert im Wasser in mindestens einer Schwimmtechnik bewegen, Sprünge ins Wasser verantwortungsbewusst ausführen und sich sicher und kontrolliert unter Wasser bewegen können." Lamberts sagt aber auch, dass den Schulen über die Lehrpläne keine Vorgaben gemacht seien, wie viel Schwimmunterricht sie zu erteilen haben: "Die Schulen entscheiden über die Organisation des Schwimmunterrichts."
Auf die Frage unserer Zeitung, wie viele Lehrer an rheinland-pfälzischen Schulen überhaupt Schwimmunterricht halten dürfen oder an wie vielen Schulen in der Region im vergangenen Jahr tatsächlich Schwimmunterricht erteilt wurde, hat Lamberts keine Zahlen zur Hand. Er erklärt nur, dass jeder Sportlehrer im Rahmen seines Studiums auch die Fähigkeiten erlange, Schwimmen unterrichten zu können, und dass "nach Möglichkeit" alle Schulen im Rahmen des Sportunterrichts auch Schwimmunterricht einrichten.
Eine Zahl kann aber ein anderer nennen: Günter Scheiding. Der kürzlich pensionierte Oberstudiendirektor war zuletzt Schulleiter am staatlichen Eifel-Gymnasium in Neuerburg (Eifelkreis Bitburg-Prüm) und auch einmal Schulsportreferent der ADD. "Es müssten etwa 20 Prozent sein", sagt Scheiding auf die Frage, wie viele Lehrer an den Grundschulen im Land denn auch Sport unterrichten. Gerade bei kleineren Grundschulen mit nur fünf oder sechs Lehrern, komme es oft vor, dass unter diesen kein Sportlehrer sei. "Heute studieren die meisten angehenden Grundschullehrer Grundschulpädagogik und noch ein zusätzliches Fach. Da ist Sport dann oft nicht dabei", sagt Scheiding. Und wenn es Sportlehrer gibt, hindern oft die Finanzen und der Aufwand die Fahrt ins nächste Schwimmbad. "In Trier wird das gemacht, da fahren die Schulen in die Bäder der Stadt. Aber hier in der Eifel sieht es anders aus", erklärt Scheiding. sve