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Angeschossener Trierer gibt Kölner Ermittlern Rätsel auf

Angeschossener Trierer gibt Kölner Ermittlern Rätsel auf

Der Fall eines vergangene Woche in Köln durch eine Polizeikugel schwer verletzten Trierers gibt den Ermittlern weiter Rätsel auf. „Der Mann redet nicht mit uns“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft volksfreund.de

Hat der Trierer in Köln vergangenen Mittwoch eine bislang nicht bekannte Straftat begangen? Oder stand er unter Drogeneinfluss, als er zunächst einen Taxifahrer bedroht haben soll und dann Kunden und Mitarbeiter einer Tankstelle? Auf diese Fragen haben die Kölner Ermittler noch keine Antwort. "Wir wissen es nicht, weil er bislang nicht mit uns redet", sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Dienstag gegenüber volksfreund.de.

Ein Polizist hatte den Trierer durch einen Bauchschuss niedergestreckt, nachdem der 44-Jährige mehrere Beamte mit einer Pistole bedroht haben soll. Es war eine geladene Gaspistole, wie sich später herausstellte. Der Trierer wurde notoperiert. Ein Richter erließ später Haftbefehl, der polizeilich bislang nicht in Erscheinung getretene Mann wurde inzwischen in ein Justizkrankenhaus verlegt.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, ob der Trierer in der Tatnacht unter Drogeneinfluss stand. Am Einsatz beteiligte Polizisten hatten das Verhalten des 44-Jährigen als eigenartig beschrieben. Anzeichen für eine psychische Erkrankung des Mannes gebe es aber nicht, hieß es. Gegen den Beamten, der den Trierer angeschossen hatte, wurde kein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er in Notwehr gehandelt habe.