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Anzeige gegen Hahn-Bieter: Land muss nachliefern

Anzeige gegen Hahn-Bieter: Land muss nachliefern

Die eingereichten Dokumente des Landes reichen offenbar noch nicht aus, um den Hahn-Bieter SYT wegen Betrugs anzuzeigen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine erneute Stellungnahme. Der Verkauf schreitet voran.

Lautzenhausen. Die Staatsanwaltschaft in Koblenz hat mitgeteilt, dass die Akte gegen die SYT inzwischen wieder "zur Stellungnahme" beim Innenministerium liegt. Das Ministerium will sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern. Der Verkauf des Hunsrück-Flughafens an den Investor SYT war gescheitert, weil dieser offenbar nicht flüssig war. Der geplatzte Deal zerrüttete das inzwischen aufgelöste Verhältnis zwischen dem Land und den Wirtschaftsprüfern der KPMG. 443 000 Euro zahlt das Land dem Unternehmen nach TV-Informationen noch an Honorar, KPMG verzichtet auf 850 000 Euro.

Ein Bieter des zweiten Hahn-Verkaufsprozesses, Jonathan Pang, hat sich derweil nach TV-Informationen am Montag mit Unternehmern aus dem Umfeld des Flughafens getroffen. Dabei soll Pang sein Konzept vorgestellt und Visionen aufgezeigt haben. Es soll auch um Tourismuskonzepte gegangen sein. Pang, der bereits den Flughafen Parchim in Mecklenburg-Vorpommern gekauft hat, bietet für den Hahn einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Unternehmer hatten sich kürzlich auch mit Vertretern des chinesischen Großkonzerns HNA getroffen, der gemeinsam mit der pfälzischen Firma ADC ebenfalls ein Gebot für den Hahn abgegeben hat. flor/wie