Arm, arbeitslos und abhängig

Das Palästinensergebiet GazaStreifen ist ein größtenteils von Israel umgebener Landstrich an der Mittelmeerküste. Im Süden grenzt er an Ägypten. Mit rund 360 Quadratkilometern Fläche ist der Gaza-Streifen kleiner als das Bundesland Bremen.

Gaza. Das Leben der rund 1,5 Millionen Bewohner ist von Gewalt und sozialer Not bestimmt. Die Mehrheit der überwiegend muslimischen Bevölkerung ist auf internationale Hilfe angewiesen. Wirtschafts- und Verwaltungszentrum ist die Küstenstadt Gaza. Seit 2007 kontrolliert die radikal-islamische Hamas das Gebiet. Die meisten Palästinenser im Gaza-Streifen sind arm. Offiziell ist etwa ein Drittel der Bevölkerung arbeitslos. Hoffnungslosigkeit herrscht besonders unter Jugendlichen. Bei einem Bevölkerungswachstum von jährlich fast 3,7 Prozent wird die Zahl der Bedürftigen immer größer. Fast die Hälfte der Einwohner ist jünger als 15 Jahre. Im Jahr 1967 besetzte Israel das bis dahin von Ägypten verwaltete Gebiet und begann mit dem Bau jüdischer Siedlungen. Im September 2005 zog Jerusalem seine Soldaten ab und räumte die Häuser der Siedler. Seitdem kontrolliert Israel die Außengrenzen. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Palästinensern und dem israelischen Militär bestimmen weiterhin das tägliche Leben.