Aufstand in Tunesien: Luxairtours holt Urlauber zurück

Aufstand in Tunesien: Luxairtours holt Urlauber zurück

Wegen des blutigen Aufstands in Tunesien sind erste deutsche Touristen ausgeflogen worden. Auch Luxairtours holt Urlauber zurück. Staatschef Ben Ali flieht vor den Protesten ins Ausland.

(dpa/wie) Nach den Massenprotesten in Tunesien hat Präsident Zine el Abidine Ben Ali (74) abgedankt und das Land verlassen. Zuvor verhängte Ben Ali den Ausnahmezustand in dem Mittelmeerland. Er setzte die Regierung ab und rief Neuwahlen aus. Eine Übergangsregierung führt Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mahnte eine friedliche Beilegung der sozialen Unruhen an, bei denen bisher rund 80 Menschen gestorben sein sollen.Reiseveranstalter fliegen deutsche Urlauber in die Heimat aus. Eine Luftraumsperrung verzögerte allerdings die Heimkehr zahlreicher Touristen. Die Veranstalter schätzen, dass mit deutschen Anbietern etwa 7000 Touristen nach Tunesien geflogen waren. Das Auswärtige Amt rät von nicht unbedingt erforderlichen Reisen ab.

Die deutschen Veranstalter sagten alle Flugreisen für Urlauber nach Tunesien bis Montag ab. Am Freitagabend starteten zwei Flugzeuge mit Deutschen an Bord in Richtung Berlin, ein Flugzeug ging nach Düsseldorf.Auch der Reiseveranstalter Luxairtours wollte fast 300 Urlauber zurückholen: Heute sollen zwei Maschinen des Unternehmens nach Monastir und auf die Ferieninsel Djerba fliegen.

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