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"Aus für A-1-Lückenschluss wäre eine Katastrophe für die Eifel"

"Aus für A-1-Lückenschluss wäre eine Katastrophe für die Eifel"

Noch wird gebaut am Lückenschluss für die A 1: Im Herbst wird das Teilstück zwischen den Anschlussstellen Gerolstein und Kelberg fertig. 2,2 Kilometer mehr, aber auch dann tut sich immer noch eine Lücke von fast 30 Kilometern zwischen den Autobahnenden in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf.


Ob und wann diese überhaupt geschlossen wird, ist mit dem Amtsantritt der neuen Landesregierung fraglicher denn je. Denn sie schließt nach weiteren Untersuchungen auch eine sogenannte "Null-Option" nicht aus, also ein Aus für das Vorhaben.
"Wenn eine Null-Option tatsächlich das Ende des Weiterbaus der A 1 bedeutet, wäre das für unsere Region fatal", sagt der parteilose Landrat des Kreises Vulkaneifel, Heinz Onnertz. "Eine solche Perspektive kann und will ich mir derzeit noch nicht vorstellen, zumal sie der Haltung der bisherigen Landesregierung widerspricht. Sollte es aber dazu kommen, würde ich es als ganz schlimm für die weitere Entwicklung der Eifel erachten."
Für Spediteur Hans Ludwig aus Dreis-Brück, der seinen Firmensitz direkt an der künftigen Anschlussstelle Kelberg hat, wäre ein mögliches Aus für den A-1-Weiterbau eine "Katastrophe".
Und das nicht nur für ihn als Transportunternehmer mit 40 Lastwagen und 65 Beschäftigten, sondern für die Wirtschaft in der Region allgemein: "Wir brauchen diese Anbindung nach Nordrhein-Westfalen und den norddeutschen Raum, sie ist unverzichtbar." Aus seiner Sicht müsste der Lückenschluss das verkehrspolitische Ziel Nummer eins für Bund und Land sein.
Ludwig: "Viele Unternehmen haben sich hier angesiedelt mit der Perspektive des Lückenschlusses. Darauf warten sie seit Jahrzehnten, und wenn er nun gar nicht kommt, werden sie sich noch mehr veräppelt fühlen als ohnehin schon." sts