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Beratungsstelle am Flughafen Hahn steht vor dem Aus

Beratungsstelle am Flughafen Hahn steht vor dem Aus

Das Wirtschaftsministerium plant, das Mittel- und Osteuropa-Zentrum am Flughafen Hahn, eine Beratungsstelle für den Mittelstand, zu schließen. Entsprechende Überlegungen bestätigten Regierungskreise dem Volksfreund.

Mainz. Das hoch verschuldete Land muss sparen, der chronisch defizitäre Flughafen Hahn ebenfalls. Im Zuge dessen soll offenbar auch das Mittel- und Osteuropa-Zentrum (MOEZ) am Hunsrück-Airport bis Jahresende dem Rotstift zum Opfer fallen. Die 2006 gegründete Beratungsstelle informiert Unternehmer über Chancen und Risiken und hilft bei der Suche nach Geschäftspartnern. Gleichzeitig ist sie Ansprechpartnerin für Unternehmen und staatliche Organisationen aus den mittel- und osteuropäischen Ländern, die nach Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten in Rheinland-Pfalz suchen. Die Gesellschaft mit sieben Mitarbeitern gehört zum Wirtschaftsministerium. Gesellschafter sind das Land und die Investitions- und Strukturbank (ISB). Zu den Angeboten gehören Informationsveranstaltungen, Tagungen sowie die Teilnahme an Messen und Wirtschaftsreisen nach Osteuropa.
Eine offizielle Bestätigung für die Pläne gibt es bislang nicht. Eine TV-Anfrage ans Wirtschaftsministerium blieb gestern unbeantwortet. Aus Regierungskreisen hieß es, die MOEZ-Mitarbeiter könnten auch im Ministerium in Mainz arbeiten. CDU-Fraktionsvize Alexander Licht kritisiert die mögliche Schließung "als schlechtes Signal für den Hahn und den Mittelstand". Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) habe "bislang keine plausible Erklärung geliefert". Licht fordert, zunächst Verbesserungsbedarf zu prüfen. Ferner müsse Rot-Grün "lieber neue, geldintensivere Projekte wie den Nationalpark überdenken".fcg/cst