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Bombenentschärfung um 2 Uhr nachts
Dortmunder wollten ihre Wohnungen nicht verlassen

Eine Fliegerbombe (Symbolfoto).
Eine Fliegerbombe (Symbolfoto). FOTO: Spekowius, Thomas
Dortmund. In der Nacht zu Dienstag ist in Dortmund eine Weltkriegsbombe entschärft worden. Allerdings verzögerte sich der Ablauf, weil sich mehrere Bewohner weigerten, ihre Häuser zu verlassen.

Die Stadt Dortmund twitterte am Montagabend, dass im Rahmen einer Baumaßnahme an der Deggingstraße eine 250 Kilogramm schwere Bombe gefunden wurde, die noch am gleichen Tag entschärft werden müsse. Im Radius von 300 Metern um den Fundort mussten Gebäude evakuiert werden. Anwohner sollten in der Zeit der Entschärfung bei Verwandten oder Freunden unterkommen, zusätzlich wurde die Landgrafenschule als temporärer Zufluchtsort geöffnet.

Rund 250 Anwohner waren betroffen. So weit, so gut. Gegen 23.30 Uhr waren die Einsatzkräfte so weit, um die Bombe zu entschärfen. Doch rund drei Stunden nach dem ersten Tweet teilte die Stadt mit, dass sich die Evakuierung verzögert, weil sich Anwohner weigerten, ihre Wohnungen zu verlassen.

Noch einmal eine Stunde später konnte die Entschärfung dann beginnen - um 1.53 Uhr in der Nacht. Wenig später bedankte sich die Stadt bei Twitter für die "kooperativen Anwohner" - jedoch dürfte sie damit nicht alle gemeint haben.

(seeg)