Bomben-Spürhunde im ICE nach Trier

Bomben-Spürhunde im ICE nach Trier

Schreck für 60 Reisende im Schnellzug ICE von Berlin in Richtung Trier. Wegen einer Bombendrohung musste der Zug in Koblenz stoppen. Sprengstoff wurde bei der Durchsuchung allerdings nicht gefunden.

Koblenz/Trier. "Bitte aussteigen, der Zug endet hier." Überraschung für 60 Reisende im ICE von Berlin nach Trier. Kurz nach 21 Uhr am Donnerstagabend mussten sie den Schnellzug ("Kaster-Express") am Koblenzer Hauptbahnhof verlassen. Am Bahnsteig warteten bereits Bundespolizisten. Kurz zuvor war in der Bahnzentrale in Berlin eine Bombendrohung eingegangen. Ein unbekannter, vermutlich männlicher Anrufer, kündigte einen Anschlag auf den ICE an, der um 22.53 Uhr in Trier ankommen sollte. Experten rücken mit Spürhunden an

Sofort wurde die Bundespolizei informiert. Man entschloss sich, den Zug, der kurz vor Koblenz war, im dortigen Hauptbahnhof anzuhalten. Nachdem die Passagiere, die mit Taxis oder Nahverkehrszügen weiterfahren mussten, in Sicherheit waren, wurde der ICE auf ein Abstellgleis des benachbarten Güterbahnhofs Koblenz-Moselweiß gezogen. Dort durchsuchten Sprengstoffexperten der Bundespolizei mit Spürhunden den Zug. Es wurden aber laut Bundespolizei keine Hinweise auf Sprengstoff oder andere verdächtige Gegenstände gefunden. Während der Durchsuchung blieb der Koblenzer Hauptbahnhof für etwa eine Stunde gesperrt. Die Polizei versucht nun, den unbekannten Anrufer zu ermitteln.

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