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Bund: Ausbau der Bahnstrecke nach Luxemburg gesichert

Bund: Ausbau der Bahnstrecke nach Luxemburg gesichert

Zwar ist der Nutzen noch immer gering, trotzdem soll die Bahnstrecke zwischen Igel (Trier-Saarburg) und luxemburgischer Grenze zweigleisig ausgebaut werden. Das geht aus dem am Donnerstag vorgelegten Verkehrswege-Bedarfsplan des Bundes hervor.

(wie) Entwarnung aus Berlin: Obwohl der wirtschaftliche Nutzen des zweigleisige Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Igel und Luxemburg immer noch gering ist, wird das zweite Gleis gebaut. Das sagte der Trierer CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster am Donnerstag gegenüber dem Trierischen Volksfreund.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) legte am Donnerstag den Bedarfsplan für Straße und Schiene vor. Daraus geht hervor, dass das Nutzenkostenverhältnis für den zwei Kilometer langen Ausbau auf einen Wert von 1,2 kommt und damit knapp über der Wirtschaftlichkeitsgrenze von 1,0 liegt. Dies sei durch einen „geänderten Zuschnitt“ erreicht worden, heißt es in dem dem Trierischen Volksfreund vorliegenden Plan. Damit sei sichergestellt, dass der Ausbau erfolgt, sagte Kaster. „Der Deckel ist drauf.“

Im Frühjahr lag das Kostennutzenverhältnis noch unter dem Wert von eins. Grund für die geänderte Bewertung ist laut Kaster, die Zusage Luxemburgs, sich mit acht Millionen Euro an dem Ausbau zu beteiligen. Laut Kaster hat das Land den Betrag in den Haushalt für kommendes Jahr eingestellt. Die Gesamtkosten für das zweite Gleis werden auf rund 19 Millionen Euro geschätzt, das Land hat eine Million Euro zugesagt, der Bund übernimmt den Rest.

Mit dem Bedarfsplan überprüft die Bundesregierung alle fünf Jahre, ob bestimmte Verkehrsprojekte wirtschaftlich sind. Als wirtschaftlich gilt eine Strecke, wenn sie für jeden investierten Euro auch mindestens einen Euro Nutzen bringt. Die Ergebnisse des Bedarfsplans sollen in den neuen Bundesverkehrswegeplan einfließen, der bis 2015 vorliegen soll.