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Bundesregierung stellt Rentnern kräftiges Plus in Aussicht

Bundesregierung stellt Rentnern kräftiges Plus in Aussicht

Die Rentner im Land können auf eine deutliche Erhöhung ihrer Altersbezüge hoffen. In den nächsten vier Jahren sollen die Renten um bis zu 8,5 Prozent steigen. Otto Normalrentner hätte dann rund 95 Euro mehr in der Tasche.

1120 Euro monatlich bekommt jeder deutsche Rentner überwiesen - im Durchschnitt. In Rheinland-Pfalz ist der Betrag geringer: Frauen erhalten hier durchschnittlich 456 Euro Rente, Männer 1043 Euro.

Nach dem neuen Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung könnte die Rente in den nächsten Jahren so stark steigen wie schon lange nicht mehr. Davon würden auch die 135.000 Rentner in der Region Trier profitieren. Voraussetzung ist allerdings, dass es bei der wirtschaftlichen Entwicklung keinen ernsthaften Rückschlag gibt.

Die Modellrechnung geht davon aus, dass die Bruttolöhne in den nächsten vier Jahren im Schnitt zwischen 2,5 und 2,8 Prozent steigen und die Arbeitslosenzahl unter der Drei-Millionen-Grenze bleibt. Dann sollen die Renten im kommenden Jahr um ein Prozent steigen, im Jahr darauf um 2,33 Prozent und in den Jahren danach um 2,5 und 2,4 Prozent. In den ostdeutschen Bundesländern, wo das Rentenniveau noch deutlich unter dem der westdeutschen Bundesländer liegt, sollen die Renten im gleichen Zeitraum sogar um gut elf Prozent steigen.

Die Präsidentin des Sozialverbands VDK, Ulrike Mascher, vergleicht die Prognosen mit einem "Blick in die Kristallkugel". Fakt sei hingegen, "dass die Altersarmut weiterhin auf dem Vormarsch ist". So liege die Rente inzwischen bei vielen Empfängern deutlich unter dem Grundsicherungsniveau von 688 Euro.

In der Region Trier erhielten im vergangenen Jahr 2621 Rentner Grundsicherung, weil ihre Rente zu gering war. Allein in Trier gehören zwei Prozent der Einwohner zu den Empfängern. Zehn Millionen Euro musste die Stadt für alle Grundsicherungsempfänger ausgeben. Im Kreis Bernkastel-Wittlich wurden dafür 3,7 Millionen Euro, in Trier-Saarburg 4,8 Millionen Euro aufgewendet.