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CDU kritisiert Managementfehler bei Hochmoselbrücke

CDU kritisiert Managementfehler bei Hochmoselbrücke

Die CDU-Opposition im Landtag wirft der Landesregierung schwere Managementfehler beim Bau der Hochmoselbrücke vor. Innenminister Roger Lewentz, SPD und Grüne weisen das strikt zurück. Die Brücke werde sicher gebaut.

Mainz. Christian Baldauf erzählt gestern im Landtag von seinem Déjà vu: "Kosten zu niedrig angesetzt, Pläne verfehlt, Expertenmeinungen in den Wind geschlagen - all das kennen wir nur zu gut von allen großen Projekten, bei denen die Landesregierung ihre Hand im Spiel hat", sagt der CDU-Fraktionsvize. Diesmal gehe es aber nicht um den Nürburgring oder den Flughafen Hahn, sondern um die Hochmoselbrücke -"und damit um elementare Fragen der Sicherheit".
Baldauf stellt Fragen an die Wirtschaftsministerin und an den Innenminister. "Frau Lemke, Herr Lewentz, was geht in Ihren Ministerien vor? Wie groß sind die Risiken wirklich? Was wissen Sie über Bauverzögerungen oder Kostensteigerungen?" Dann sagt er: "Wir sind die Einzigen, die zu diesem Hochmoselübergang stehen. Aber bitte sicher."
Innenminister Roger Lewentz (SPD) sieht die CDU-Vorwürfe durch nichts belegt. Sie seien beleidigend für die Experten des Landesbetriebs Mobilität, der die Brücke baut, und alle damit befassten Gutachter und Fachbüros. Diese seien sich "alle einig, dass die Brücke sicher gebaut wird". Lewentz hält der Union vor, sie wolle "nur zündeln und den Menschen Angst machen". Jutta Blatzheim-Roegler (Grüne) spottet, die plötzliche Sorge sei über die CDU gekommen wie eine Grippe. 16 Jahre lang habe sie geschwiegen, nie etwas kritisch hinterfragt. Nun wolle sie "ein neues Empörungsfenster aufmachen". Bettina Brück (SPD) pflichtet bei. Es sei "absurd zu glauben, dass nicht eine besondere Sorgfalt gilt". Die Menschen vor Ort seien die ewigen Diskussionen leid. "Sie wollen, dass die Maßnahme fertig wird."fcg