1. Nachrichten
  2. Themen des Tages

Christdemokraten fordern mehr Geld für Forschung und Infrastruktur

Christdemokraten fordern mehr Geld für Forschung und Infrastruktur

Ausbildung verbessern, kein unkoordinierter Ausbau der Windkraft, mehr Gelder für Hochschule, Forschung und Verkehrsinfrastruktur: Die rheinland-pfälzischen Christdemokraten haben monatelang über ein Grundsatzpapier zur Wirtschaftspolitik beraten, das beim kommenden Parteitag beschlossen werden soll.

Mainz. Das umfangreiche Konzept wurde federführend von CDU-Fraktionsvize Christian Baldauf entwickelt. Es liegt der Koblenzer Rhein-Zeitung exklusiv vor. Hier ein paar Eckpunkte.
Infrastruktur: Neben dem Lückenschluss der Eifelautobahn A 1 verlangt die CDU unter anderem die Umfahrung von Trier, den vierstreifigen Ausbau der B 50 mit dem Hochmoselübergang und dem Anschluss an die Autobahn bei Wittlich, den schnellen Bau der Mittelrheinbrücke sowie die Modernisierung der Moselschleusen und der Ausbau der Rheinhäfen. Zudem wird umfassender Lärmschutz bei den Bahntrassen an Rhein und Mosel gefordert. Die lärmgeplagten Bahnanrainer sollen durch den Ausbau bestehender Nebentrassen und den Neubau einer Güterbahntrasse zwischen Köln und Frankfurt entlastet werden. Weiterer Punkt: "Zukunftsfeste Betriebskonzepte" für die Privatisierung der Flughäfen Hahn und Zweibrücken.
Energiewende: Hier will die CDU einen Masterplan unter Federführung der regionalen Planungsgemeinschaften. Die Mindestabstände von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung sollen 1000 Meter betragen.
Ausbildung: Der Ausbildungspakt muss nach Überzeugung der CDU zu einem Weiterbildungspakt fortentwickelt werden.
Hochschule und Forschung: Die Christdemokraten wollen Hochtechnologie besser fördern, wozu auch die "Grüne Gentechnik" zählt. Ihr Credo: Keine pauschale Ablehnung von Technologien wie der Bio- oder der Nanotechnologie. Die CDU möchte den Mittelstand darin unterstützen, Potenziale aus der akademischen Forschung zu nutzen. Dazu sollen zentrale Anlaufstellen eingerichtet werden. Zudem hält die CDU die Hochschulen für unterfinanziert, was dringend geändert werden müsse. DB
Extra

Die 34-jährige Volkswirtin Simone Thiel soll für die regionale CDU ins Europaparlament einziehen. Die Saarburgerin setzte sich beim CDU-Bezirksparteitag im zweiten Wahlgang gegen Michael Ludwig (Bitburg) durch. Im ersten Wahlgang hatten sich noch vier Kandidaten um die Nachfolge der EU-Abgeordneten Christa Klaß beworben. Die Wahl ist im Mai. Am Samstag wird die Landesliste aufgestellt. Simone Thiel hofft auf den aussichtsreichen dritten Platz. CDU-Bezirkschef Bernhard Henter wertete das gute Abschneiden der CDU bei der Bundestagswahl als ermutigendes Zeichen für die Landtagswahl in drei Jahren. sey