Der Airport ...

Ein miserables Zeugnis stellt der Steuerzahlerbund dem Land bezüglich des Flughafens Hahn aus. Das Handeln des Landes mache fassungslos. Ohne die Hilfe der Steuerzahler wäre der Hunsrückflughafen längst pleite.

Schon lange ist der Flughafen Hahn dem Bund der Steuerzahler ein Dorn im Auge. Steuerzahlerpräsident Rainer Brüderle (FDP) hat den Hunsrück-Flughafen kürzlich in einem TV-Interview neben dem Nürburgring und dem Flughafen Zweibrücken als eines der "Pleiten-, Pech- und Pannenprojekte" des Landes bezeichnet. "Anhaltend hohe Millionendefizite, schlechte Passagier- und Frachtzahlen, anrüchige Geschäfte und zuletzt ein geplatzter Verkauf an einen dubiosen Investor aus China - der Flughafen Hahn in Rheinland-Pfalz war immer wieder für Schlagzeilen gut", heißt es nun im Schwarzbuch. Mehr als 300 Millionen Euro seien seit 1993, als der ehemalige US-Militärflughafen in einen Regionalflughafen umgewandelt worden sei, in den Hahn geflossen. "Doch der erhoffte Erfolg ist letztlich ausgeblieben." Es habe sich gezeigt, dass das Land kein geeigneter Flughafenbetreiber sei. Der Steuerzahlerbund geht hart mit dem Land ins Gericht: Die "Leichtfertigkeit", mit der die Mehrheitsgesellschaft (das Land Rheinland-Pfalz hat 82,5 Prozent der Anteile des Flughafens) am Hahn agiere, mache "nur fassungslos".
Als Beispiel wird der geplatzte Verkauf an ein wohl nicht existierendes chinesisches Unternehmen genannt. Fazit der Organisation: "Ohne die wiederholte Hilfe der Steuerzahler hätte der Flughafen wohl längst Insolvenz anmelden müssen." Der Steuerzahlerbund bezweifelt, dass sich ein seriöser Käufer für den finanziell angeschlagenen Hahn findet. "Falls nicht, kann die Hahn-Pleite schneller kommen, als der Landesregierung lieb ist." wie