1. Nachrichten
  2. Themen des Tages

Dick im Geschäft! Zu dick für Facebook?

Dick im Geschäft! Zu dick für Facebook?

Ist diese Frau wirklich zu dick für Facebook? Die Werbeanzeige des Plus-Size-Modes Tess Holliday wurde von Facebook abgelehnt. Grund: Ihr Körper werde in "nicht wünschenswerter Weise" dargestellt.

Die Werbeanzeige der australischen Gruppe "Cherchez la Femme" sollte eigentlich eine Veranstaltung in Melbourne ankündigen. "Feminism and Fat" wirbt für die Debatte um das Körperideal der Frau. "Cherchez la Femme" stellte eine Anfrage auf Facebook, um die Veranstaltung zu bewerben. Wie Spiegel Online berichtet , lehnte Facebook das mit dem Hinweis ab, das Foto im Bikini von Holliday verstoße gegen die "Gesundheits- und Fitnessrichtlinien". In den Richtlinien des Netzwerkes heißt es, "Werbeanzeigen dürfen keinen Gesundheitszustand bzw. kein Körpergewicht als perfekt oder absolut nicht wünschenswert darstellen". Aus welchem Grund genau das Bikini-Foto aber zunächst abgelehnt wurde, dazu äußert sich Facebook nicht.

Der Gruppe Cherchez la Femme geht es vor allem um ein positives Körperbild, wie ihrer Seite zu entnehmen ist. Nachdem Facebook die Werbeanzeige ablehnte, machte Cherchez la Femme das Antwortschreiben Facebook öffentlich. Am Montag entschuldigte sich das soziale Netzwerk und erklärte, das Foto sei doch erlaubt. Facebook gerät immer wieder in Kritik, wenn es um die Kriterien geht, unter denen das Netzwerk Bilder löscht.

Das Model wird häufig wegen ihres Gewichts angefeindet, vor allem über soziale Netzwerke. Seit Holliday ein zweites Kind erwartet, wird ihr von Usern vorgeworfen, unverantwortlich zu handeln und sich der Gefahr des Übergewichts nicht bewusst zu sein. Dass dick aber nicht gleich krank bedeutet, scheint ihre Gegner nicht zu interessieren. Holliday jedenfalls werde sich nicht für ihr Aussehen oder ihr Leben entschuldigen, schreibt die 30-Jährige auf Instagram. Sie wirbt seit langem für ein positives Körpergefühl für alle Frauen - egal, ob dick oder dünn.