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Die Geschichte der Videospiele

Die Geschichte der Videospiele

Zu den Höhepunkten der Gamescom 2012 gehört ein Blick in die Vergangenheit der Videospiele in Deutschland. Private Sammler und Vereine stellen auf 600 Quadratmetern antike Konsolen, Heimcomputer, Handhelds und Automaten aus vier Jahrzehnten aus, darunter sehr seltene Exoten.

Heute sind sie Relikte, aber in den 70ern und frühen 80ern waren die ersten Heimcomputer und Spielekonsolen Wundermaschinen, auf die sich eine technisch unterforderte Generation mit Begeisterung stürzte und nächtelang Pong, Pitfall und Pole Position spielte. Ein Schwerpunkt der Ausstellung in Köln wird der Commodore 64 sein, der 2012 seinen dreißigsten Geburtstag feiert und die Spielewelt wie kein anderes Gerät geprägt hat. So stellt das Retro-Magazin mit mehr als zwanzig C64-Modellen die umfangreichste Palette des Kultcomputers aus, die je zu sehen war.
Das Haus der Computerspiele, ein Leipziger Privatmuseum zur Geschichte der Computer- und Videospiele, baut Spielstationen auf, die Veteranen des Genres an ihre Kindheit erinnern werden: Vom Atari 2600 und dem Bildschirmspiel 01, der einzigen Spielkonsole aus der DDR, über Apple II und C64 bis hin zu Playstation und Dreamcast reicht das Angebot. Wobei die Besucher nicht nur staunen, sondern auch spielen dürfen - unter anderen "Midi Maze", vor 25 Jahren das allererste Netzwerkspiel.
Seltene Exoten wie die PC Engine und der Virtua Boy von Nintendo gehören ebenfalls zum Programm. Das Mega-Museum of Electronic Games & Art zeigt eine einzigartige Replik von Tennis for Two, dem ersten Bildschirmspiel von 1958, sowie die komplette Game & Watch-Reihe von Nintendo. Jedes einzelne der rund sechzig LCD-Spiele ist ein begehrtes Sammlerstück, so dass kaum jemand die ganze Serie besitzt. Der Verein For Amusement Only stellt eine Reihe von Spielautomaten auf. Dass man für Re trospiele keine alte Hardware benötigt, beweisen die Open-Source-Konsolen Pandora und Uzebox von heute.
Zu den Ausstellern gehört auch Chris Hülsbeck, der in den 80ern und 90ern in der Ära der Acht- und 16-Bit-Maschinen ein Riese der Spieleszene war. Exponate rund um sein Schaffen als Komponist von Spielemusik prägen die Ausstellung in Köln. jp